Christentum-Islam

Immer wieder lese ich in den Blogs, dass Religion = Religion ist. Wer für den christlichen Glauben wirbt, sieht sich angesichts des Islam dem Vorwurf ausgesetzt: Teufel mit Beelzebub austreiben zu wollen. Das ist freilich für denjenigen so, der nicht genauer hinschaut. Genauso gut kann man sagen: Pflanze ist Pflanze – da gibt es keine Unterschiede. Nur – wer das sagt, disqualifiziert sich selbst. Es macht schon einen Unterschied, ob man eine Buche vor sich hat, einen Blumenkohl oder eine Rose. Manchen mag alles egal sein. Aber das spricht ja nicht für den, dem alles egal ist. Das Einzige, das den Religionen gemeinsam ist, ist, dass Menschen sich von einer Macht/von Mächten abhängig wissen, die außer ihm steht/stehen. Nicht mal das – ist Schicksalsgläubigkeit auch Religion? Wie dem auch sei: Für Menschen ist relevant: Welche Auswirkungen haben Religionen auf die zwischenmenschlichen Beziehungen, auf die Gemeinschaft/Gesellschaft? Welche Auswirkung hat eine Religion auf das Individuum? Auf welche Grundlagen beziehen sie sich? Wie sind sie organisiert? Usw. Und da muss man schon ganz schön unwissend sein, wenn man meint, alles sei ein und dasselbe. Stellen wir uns mal vor: Atheisten sagen, Religionen seien von Menschen gemacht. Gut. Atheismus in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen ist auch von Menschen gemacht. Von Menschen gemachte Religionen können in die Hose gehen – wie auch von Menschen gemachter Atheismus. Die gemeinsame Basis ist also der Mensch. Von daher könnte es doch gleichgültig sein, ob man Atheist ist oder religiöser Mensch. Fazit: Atheismus und Religionen als von Menschen gemachte Größen sind – um die oben genannte Plattheit anzuführen – alle gleich. Also: Buche = Blumnkohl = Rose.       

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