Iran-Wahl

Im Iran wird gewählt. Gestern in den Nachrichten war der Kommentator schon vollauf begeistert für den Fall, dass Ahmidiwerweißwas nicht mehr gewählt werden würde. Man hätte meinen können, der wäre schon nicht mehr an der Macht. Wenn die Bevölkerung ihn nicht mehr wählen würde – würde der sich wirklich zurückziehen? Hat er nicht schon alle Vorkehrungen getroffen, dass solche eine Beleidigung des Präsidenten klammheimlich nicht stattfindet? (Er sagte nämlich gegen seine Gegner sinngemäß: Ein Präsident darf nicht beleidigt werden und dass er alle ins Gefängnis werfen wolle…) Ob er wirlich aufgibt oder nicht doch seine Hunde auf die Freieren hetzt? Es wird spannend im Iran.

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2 Antworten auf „Iran-Wahl“

  1. Ich werde 100 Mal Ahmadinedschad (manchmal auch wenn ich darf: Ahmadinejad bzw. Achmadi-Nejad)in mein Strafarbeitsbuch schreiben… – Worum es mir geht, sind die diktatorischen Anwandlungen. Ich weiß auch – zumindest bin ich auf die unterschiedlichsten Medien angewiesen -, dass im Iran politische Kräfte miteinander ringen – dennoch: … nur verbale diktatorische Anwandlungen? Und: Was sicher meinen Wertvorstellungen – und denen des Iran, als Mitglied der UN – entspricht: Haben mit ihm Menschenrechte größere Chancen? Fragen wir doch mal die Bahai, iranische Christen oder Exil-Iraner…

  2. Ahmadinedschad – schwieriger Name wenn man sich nur mit Müllers, Meyers, Schulzes beschäftigt – hat eine durchaus transparente, bunte Wahl in einem Land klar gewonnen, dessen Bevölkerung zu 70% aus unter Dreißigjährigen besteht, die sich durchaus frei informieren und entscheiden konnten. Uups – vielleicht sollten wir hier mal die Perspektive wechseln und akzeptieren, dass es nicht überall nach unseren Wertvorstellungen läuft.

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