Pfaff

Michael Muhammad Abduh Pfaff wird in http://www.muslimmarkt.de/interview/2006/pfaff.htm interviewt. 1965 geboren, gründete 2004 die Webinitiative Muslime gegen Terror. Er wird also interviewt – und die erste Frage lautet: Warum er zum Islam konvertiert sei. Er meint daraufhin, dass er diesen Begriff nicht mag, sondern die Hinwendung zum Islam als Heimkehr – Rückkehr zum wahren Glauben – empfand. Bevor er sich dem Islam zugewendet habe, habe er sich noch mal mit dem Christentum beschäftigt, die Aussage, Jesus sei Gottes Sohn, habe er sowieso nie verstanden und sei auch nicht einverstanden mit der durch den Bericht des Sündenfalls begründeten schlechteren Stellung der Frau… Anschläge im Irak haben mit dem Islam nichts zu tun, es geht im Palästina-Konflikt nicht um den Islam usw. usw. – Ich frage mich – da ja alle Menschen als Muslime geboren werden, sich dann als Ungläubige vom Islam abgewandt haben – ob sie im Koran auch als Abtrünnige verstanden werden. Und Abkehr vom Islam wird bekanntlich vom Propheten nicht gerne gesehen… „Bekanntlich“? Das würde M. M. A. Pfaff sicherlich auch anders sehen. Historisch-kritisch vielleicht: Das galt nur damals in einer ganz bestimmten Situation? Oder: Sowas steht gar nicht im Koran: Man muss es nur anders interpretieren, übersetzen usw.? Neben diesen Fragen würde mich interessieren: Was sagen eigentlich die weisen Häupter der Al Azhar (z.B. Dr. Muhammad Sayyid at-Tantawi) oder der berühmte Saleh Al-Fawzan Saudi Arabiens oder Bin Laden zu den Weisheiten Pfaffs? Was auch immer diese Herrschaften sagen: Schön ist, dass es diese Initiative  gibt  http://www.muslime-gegen-terror.de/ Leider haben seit 2004 erst 1413 Muslime unterschrieben.

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