Bibel 2

(Bibel 2) Wie Nomaden wohl so sind: Sie erzählen sich Geschichten. Sie erzählen sich Ereignisse, die vor langer Zeit geschehen sind, Ereignisse, die soeben geschehen sind. Und solche Erzählungen wurden gesammelt, als das Volk Israel sesshaft war – und als es ihm recht gut ging, und somit Kultur pflegen konnte. Freilich bedeutet „Geschichten erzählen“ nicht, dass alles frei erfunden war. Tradition weitergeben war wichtig, auch damit die kommenden Generationen im Überlebenskampf Hilfestellungen bekommen – und das ging bis dahin, dass Angaben zu Quellen und heiligen Stätten eingeflochten wurden. Wenn man weiß, wo Quellen sind, hat man was zu trinken, wenns trocken wird. Traditionen des Volkes wurden am Königshof gesammelt und aufgeschrieben. Was wohl schon unter David intensiver gefördert wurde – David der Sänger – wurde durch Salomo – dem Weisen – intensiv voran getrieben. Weitere Generationen führten das fort, was in dieser frühen Zeit begann. Prophetenbücher entstanden unter anderem durch die Schüler der Propheten, Psalmen wurden niedergelegt durch Schriftgelehrte am Tempel – und all diese Texte haben einen gemeinsamen Inhalt, durch alle turbulenten historischen Ereignisse hindurch: Gott (dessen Name lautet: Ich bin der ich bin oder ich bin der, als der ich mich zeigen werde … – Jahwe) hat das Volk Israel gerettet, er hat es begleitet, er ist bei und mit diesem Volk – und das Volk versucht immer wieder eigene Wege zu gehen, sich von Gott zu lösen – wie reagiert Gott da?

Über David: http://de.wikipedia.org/wiki/David_(Israel)

Über Salomo: http://de.wikipedia.org/wiki/Salomo 

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