Judenmission

Christen freuen sich über Jesus Christus und das, was er gesagt und ihnen getan hat. Und diese Freude sagen sie weiter. Allen. Nun stellt sich die Frage: Sollen Christen Juden missionieren wie Heiden? Wenn wir das Neue Testament ernst nehmen, ja. Jesus wusste sich zu seinem Volk gesandt … – und auch Christen dürfen seinem Volk die Freude nicht vorenthalten (auch wenn es jüdischen Gruppen und Funktionären nicht passt). So einfach sehe ich das. Nun denken natürlich aufgrund unserer Vergangenheit viele kirchenpolitisch: Darf die Evangelische Kirche in Deutschland Juden missionieren? Dürfen die deutschen Katholiken Juden missionieren? Im Hintergrund steht: Weil die Kirchen sich in der Nazi-Herrschaft nicht ausreichend/kaum gegen Judenverfolgung eingesetzt haben, ist es ihnen verwehrt. Eine weitere Frage stellt sich jedoch: Hebt die Sünde der Großväter den Auftrag Jesu auf? Ich denke, dass Christen aus Deutschland nicht in erster Linie den Auftrag bekommen haben, das Volk Jesu – im kirchenpolitischen Sinn – zu missionieren. Aber Mission ist für mich nicht: Kirche als Institution weiterzuvermitteln, sondern fröhlich über seinen Glauben zu reden, wenn es sich ergibt und munter seinen Glauben leben. Und das darf man Juden gegenüber auch tun, wie Heiden, wie anderen Christen … – alles andere wäre etwas, was Jesus sehr scharf ablehnt: Heuchelei. Ein Christ kann doch seinen Glauben im Kontakt mit Juden nicht ablegen und leugnen. Was wäre das für ein Glaube … Ich komme zu dem Thema, weil Kewil das Thema aufgreift: http://fact-fiction.net/?p=2155. Unbedingt auch die dort genannten Links lesen.  

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