Islam-Religion?

Für Moslems ist Politik Religion und Religion Politik. So sollen sich Spanier entschuldigen, weil sie die Moslems aus dem Land geworfen haben (http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/europe/article6062587.ece, Fakten siehe bei: http://fact-fiction.net/?p=2129.). Salopp gesagt. Nun kann man dann natürlich auch fordern: Moslems, entschuldigt euch bei den Nordafrikanern – die waren mal Christen, entschuldigt euch bei den Syrern, bei den Irakern, Iranern, Saudis – überall gab es Christen, die militärisch geschlagen wurden, Zivilisten, die in die Sklaverei verkauft wurden, die das Los des Dhimmis annehmen mussten. Los, entschuldigt euch! Und dann: Noch heute wirft die Türkei Christen raus, macht ihnen das Leben schwer – von den anderen Ländern ganz zu schweigen. Man denke nur an die Farce um das Kloster Mar Gabriel (Blog 6.12.2008; 5.9.2008), daran, dass kein Nachwuchs Geistlicher ausgebildet werden darf usw. usw. Das geschah nicht vor 400 Jahren, sondern geschieht noch heute. Wenn Politik aus religiöser Perspektive gesehen werden muss, dann vergesst nicht, dass es auch umgekehrt geht. Aber wir sind diese Perspektive, in der Politik mit Religion verquickt wird, nicht gewohnt und fallen damit auf all diese Forderungen rein. Manche biegen sich alles zurecht wie es gerade passt – nun ja, mit der spanischen Entschuldigung soll sicher auch ein wenig Bakschich fließen. Falls einer – ohne viel Ahnung zu haben – einwenden sollte: Christen haben in der oben genannten Zeit auch gegen Moslems gekämpft, Sklaven verkauft usw. – darum geht es in diesem Beitrag nicht. Es geht darum, dass eine Gruppe alten Kaffee aufwärmt, um daraus heute Kapital zu schlagen. 

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