Higgs

Irgendwie lädt der Artikel über die Higgs-Teilchen (http://www.welt.de/die-welt/article3557773/Rennen-um-das-Gottesteilchen.html) zum Nachdenken über Gegenteile ein: Die Entdeckung des Nichtentdeckbaren – die Nicht-Entdeckung des Entdeckten – das nicht bestätigte Modell, das sich zu einem Modell mutiert – oder besser: das nicht existente Modell, das sich zum Modell mutiert … – irgendwie klingt es nicht nur buddhistisch (Nirwana = gefülltes Nichts usw.), sondern überhaupt religiös. Manchen Menschen liegt sowas – mir auch – vor allem meinem geliebten Heraklit (5. Jh. v. Chr.): „Es ist unmöglich, zweimal in denselben Fluss hineinzusteigen.“ Recht hat er. Er hat auch gesagt: „Eseln ist Hackstreu lieber als Gold.“ Das tut zwar nichts zur Sache Higgs – ist aber gut, das kann man verstehen. Aber im Ernst: Mir kommt die Astronomie vielfach vor wie christlich-dogmatische/systematische Versuche das Nichterklärbare zu erklären. Die alte Christologie hat diesem Denken sicherlich Pate gestanden. Glaubst Du nicht? Beschäftige Dich mal mit diesen Themen. Schärft den Verstand – manchem lähmt das auch den Verstand. 

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