Sicherheits-Krake

Am 20.3.2009 hatte ich schon das Thema: Die Einschränkung der Freiheit des Einzelnen durch den Staat – hier gibt es einen guten Artikel dazu: http://fact-fiction.net/?p=2117#more-2117. Ich denke, die Angst vor dem anderen Menschen, der Wunsch nach Sicherheit – treibt in die Arme der Diktatur. Dabei weiß jeder: Es gibt keine absolute Sicherheit. Sich in der Unsicherheit geborgen wissen, in der Lieblosigkeit den anderen zu lieben, den Wunsch nach Friedhofsruhe der Gesellschaft mutig zu stören –  diese innere Haltung muss erkämpft werden. Es scheint leichter, äußere Sicherheiten usw. zu fordern. Aber ein Mensch, der seine Ruhe nicht in sich selbst gefunden hat, der sich fürchtet vor Krankheit und Sterben/Tod, vor anderen Menschen, der ist letztlich nie sicher. In sich ruhen, Angst nicht herrschen lassen – vor Nichts, wer sich das erkämpft, der ist erst sicher. Welch große Sicherheit strahlt Paulus aus: Gott ist auf unserer Seite, wer kann uns dann etwas anhaben? … Kann uns etwas von Christus und seiner Liebe trennen? Etwa Leiden, Not, Verfolgung, Hunger, Entbehrung, Gefahr oder Tod? … Nein, mitten in all dem triumphieren wir mit Hilfe dessen, der uns liebt. … Nichts kann uns trennen von dieser Liebe … (Römerbrief Kapitel 8,31-39). Ein Mensch mit einer solchen Haltung braucht keine Staatsdiktatur … – er ist wirklich frei (übrigens: auch in Diktaturen). 

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de  +++  http://literarisches.wolfgangfenske.de/19.html