Islam

Der Islam hat viel getan, um die Welt besser zu machen – so Obama. Natürlich fragt sich jeder: Was denn? Mir fällt sofort was ein: Die gegenwärtige Politik wird von religiösen Themen bestimmt: Nato wird auf einmal religiös erpresst …
Aber lassen wir den Sarkasmus und bleiben bei der Frage: Es ist schon schwer zu sehen, was der Islam Gutes getan hat, weil viele Erfindungen, die ihm zugeschrieben wurden, ihm in letzter Zeit wieder aus der Hand genommen werden (es waren eroberte Christen, Juden und andere, die das erfunden haben – oder das gab es alles schon alles in vorislamischer Zeit). Ich denke in Indien hat der Islam zum Beispiel bei den Islam-Gläubigen wohl das Kastendenken abgeschafft (klingt harmlos, wars aber nicht: http://de.wikipedia.org/wiki/Islam_in_Indien). Architektonisch: In Marokko und Ägypten – weitere islamisch dominierte Länder kenne ich nicht -, gefallen mir manche alte, exotisch anmutende Gebäude sehr gut – und die Teppiche (die Ästhetik vieler Dinge spricht mich einfach an), auch die militärischen Erfindungen (bessere Schwerter usw.) dürfen wohl nicht unterschätzt werden – und die Gärten, die der Hitze abgetrotzt wurden. Aber ich vermute, sie waren alle schon in vorislamischer Zeit da. Wesentlich dürfte aber gewesen sein, dass islamische Gelehrte dieses geballte Wissen aus Indien usw. und Konstantinopel (aus Ost und West) zusammengeführt haben. Das war dadurch möglich, dass diese unterschiedlichsten Gebiete gewaltsam erobert worden waren. Durch die Reichtümer, die auf den Eroberungszügen gesammelt wurden, werden diese Gärten, Teppiche, Gebäude, auch Pferde- und Kamelzucht? vervollkommnet worden sein. Positiv auch: Mohammed hat die arabischen Stämme geeint, ob sie wollten oder nicht, damit sie besser agieren konnten. Wer weiß mehr? Ich bin wissbegierig … Natürlich!: Heute bringt er das Ölgeld zurück und kauft Firmen (http://www.kybeline.com/2009/03/28/arabische-beteiligungen-in-europa-und-in-den-usa/). Und Goethe hat vom großen Hafis gelernt und (salopp gesagt) seinen west-östlichen Diwan geschrieben. Wenn wir bei den Schriften sind: 1001 Nacht! Die Texte aus islamischen Ländern haben die europäischen Phantasien angeregt und erregt. So mancher Künstler konnte kaum mehr seinen Pinsel halten. Und menschlich? Mir wird immer gesagt, dass die Tatsache, dass ein Mann viele Frauen haben darf, darin begründet war, Frauen wirtschaftlich zu unterstützen. Ebenso dürfte die Scharia in undisziplinierte Stämme ein wenig Disziplin hineingebracht haben. Merken wir, dass wir nur über Zeiten sprechen, die hunderte von Jahren zurückliegen? Was ist heute?

Was der Islam fördert: Mut. Er fordert durch seine lebenstotalitäre Einstellung immer wieder den Mut derer heraus, die frei sein wollen. In vielen islamischen Ländern gibt es den Mut von Christen und so manchen anderen Menschen, die sich in ihrer Freiheit nicht einschränken lassen, die Menschenrechte nicht beschneiden lassen wollen.

Sicher würden manche auch sagen: Das Christentum hat auch nichts Gutes gebracht. Für diejenigen, die das sagen, ist die Zeit der Aufklärung vom Himmel gefallen – sie sind ideologisch nicht in der Lage, sie in die geschichtlichen Zusammenhänge einzuordnen.

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