2 Antworten auf „Kleiner Spaß“

  1. Als ich das erste Mal den Koran in der Übersetzung von Henning durchgearbeitet habe und auf 61,6 gestoßen bin, da war ich mir sicher: Mohammed musste stark in der christlichen Tradition stehen. Denn so eine diffizile Argumentation wäre sonst nicht denkbar. Auch wenn er sich das selbst nicht ausgedacht haben mag, aber er kannte die Diskussion (wobei ich hier auf die Frage, ob Mohammed wirklich existierte, wie der Koran entstanden ist usw. nicht eingehen mag). In Sure 61,6 heißt es, dass Jesus auf den Kommenden verweist, der Ahmad heiße. Der Text intendiert Joh 14,16. A. Schimmel weist in einer Anmerkung zu 61,6 darauf hin, dass hier mit Ahmad Mohammed gemeint sei. Ahmad = der Gepriesene – und das griechische Wort für „der Gepriesene“ (periklytos)weicht nur leicht von dem ab, den Jesus tatsächlich angekündigt hat: den tröstenden Geist Gottes (paraklätos).

  2. @Wolgfgang Fenske

    Meine Lieblingsautorin Jane Austen auch. Es war ein Scherz und ich habe mich dabei an den Spruch angelehnt, dass die meisten 68er missratene Söhne von Klerikern sind – Das liest man immer wieder in den Kommentaren bei PI (und ich glaube, auch hier bei mir).

    Es war aber auch kein Scherz! Denn die Möglichkeit ist ernsthaft abzuwägen. Mehrere Islamwissenschaftler vertreten die Theorie, dass das vorislamische Mekka ein christliches und kein heidnisches Mekka war, wo man eine orientalische Form des Christentums praktizierte. Und mir kam tatsälich die Idee, dass in diesem Kontext (wenn die Annahme dieser Wissenschaftler – Lüling, Jansen – stimmt) dies eine sehr glaubwürdige Deutung ist – zumal bei der Behauptung von Patricia Crone, dass die vorislamische Mekka keine Handelsstadt war, die Frage nach Abd Allahs Beruf wieder offen wäre.

    Und dann würde ich sicher mit meiner Wahl gute Chancen haben, denn Kinder von Theologen sind die ersten, die sich mit solchen Glaubensfragen beschäftigen

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