Islam in Schulbüchern

Es geht um die Darstellung des Islam in Schulbüchern: >Unterdessen forderte der Sprecher des Koordinierungsrats der Muslime, Erol Pürlü, eine ernste Behandlung des Problems. Sie würden die produktiven Arbeiten im Hinblick des islamischen Religionsunterrichts unterschlagen. Der KRM-Sprecher wies zudem dringend auf die notwendige Inspektion von fragwürdigen Unterrichtsmaterialien hin. Neben den Schülern sollten auch die Eltern diese Art von Unterbreitungen wachsam verfolgen und die Schulleitung damit in Kenntnis setzen. Zudem solle sich eine Kommission mit diesen Problemen auseinandersetzen und hierzu wissenschaftliche Untersuchungen einleiten.
Tayfun Keltek, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte NRW (LAGA-NRW) und Vorsitzender des Migrationsrates des Landesvorstandes von NRW, sagte unterdessen: „Im Vorhandensein eines solchen Problems sollten die zuständigen Ansprechpartner umgehend schriftlich informiert werden“ und wies auf das Unwissen der Autoren und Editoren über die Muslime und den Islam hin. Es sei daher nicht verwunderlich, dass sich Klischees dieser Art in diesen Büchern Platz finden würden.
Auf der anderen Seite warnte der Vorsitzende der Elternvereinsföderation von NRW, Kadir Daglar, vor Friedensbruch zwischen Muslimen und der Gesellschaft, die durch diese Verzerrungen verursacht werden. Er rief insbesondere die Eltern auf, im Falle eines Verdachts die Interesssenvertretungen zu informieren und sich mit den jeweiligen Zuständigen in Verbindung zu setzen. < aus: http://islam.de/11584.php

Was für ein Text – der stellt wunderbar das dar, was man an Vertretern des Islam kritisiert: Aufruf zu Bespitzelung, Anschwärzung, Drohung usw. Aber was nicht dargestellt wird: Welchen Islam möchten die Herrschaften denn dargestellt haben? Wäre ein Schulbuch recht, das die Saudi Arabische Interpretation aufgreift? Die aus dem Iran? Aus Pakistan? Aus …? Nein: Es geht um die Darstellung eines Islam, der scheinbar Europa kompatibel ist. Nur stellt sich da wiederum die Frage: Gibt es überhaupt einen relevanten europäisierten Islam? Wie stehen die paar Millionen Muslime da – werden sie von ihren Glaubensgenossen weltweit anerkannt? Würde einer der oben genannten Herren nicht in sagen wir mal: Pakistan gemeuchelt werden? Wenn wir einen demokratischen Islam in Schulbüchern einführen würden – würde da Saudi Arabien z.B. nicht machtvoll dagegen protestieren – oder ein Herr Erdogan, für den es einen moderaten Islam nicht gibt?  Übrigens, was wohl nicht alle zu wissen scheinen: Schulbücher sollen nicht Phantasien darstellen (außer im Kontext von Science-fiction), sondern Realitäten, in denen die Schüler leben, damit sie Anhaltspunkte bekommen, damit umzugehen. Schüler sind nicht so blöde zu erkennen, was nur gefasel ist. Eltern übrigens auch nicht.

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Eine Antwort auf „Islam in Schulbüchern“

  1. Die Angelegenheit sollte Herr Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble zur Chefsache machen und so in trauter Runde der CDU/CSU Kabinettsmitglieder abklären –
    meint Echolot

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