Macht contra Wahrheit

>Heutige Diskurse seien nicht von einem Streit darüber geprägt, was eigentlich wahr sei, sondern von der Meinung derer, die die Macht haben. „Das Wahrheitskriterium hat da gar nichts mehr verloren. Nicht ob etwas wahr ist, interessiert, sondern ob man es sagen darf“, beschreibt Spaemann heutige Auseinandersetzungen.<

Dieser Artikel bringt mich zu folgender (rhetorischer) Frage: Früher war es ein Herrscher mit seinem Zirkel und seinen Handlangern, der in gewisser Weise bestimmte, was als richtig und falsch zu gelten hat. Rein auf dem Papier gibt es doch einen solchen Herrscher nicht mehr. Wer bestimmt heute den „Zeitgeist“?

Eins der letzten Worte des großen Theologen Karl Barth, das er zu einem Freund sagte, nachdem sie über die dunkle Weltlage gesprochen hatten: „Aber nur ja die Ohren nicht hängen lassen! Nie! Denn – es wird regiert!“  Das heißt: Gott regiert.Impressum auf  www.wolfgangfenske.de