Esoterik 10

(Fortsetzung vom 10.2.) Dem Christentum ist esoterisches Denken nicht fremd. Im Gegensatz zum Christen, nimmt der Esoteriker jedoch alles selbst in die Hand und meint, es in die Hand nehmen zu können – damit ist er ein typischer Vertreter des modernen „Machers“ bzw. findet sich stärker in einem europäisierten Buddhismus wieder. Hingegen legt sich der Christ im Glauben in Gottes Hand – und kann von hier aus alles, was mit Wellness zu tun hat, in Anspruch nehmen (Atemtechniken, Wasserspiele, zur Ruhe kommen usw. – was zum Teil ja auch in der christlichen Mystik beheimatet ist: Klostermedizin, Klostermystik usw.). Jesus Christus als Zentrum ist Glaubenden wichtig – auch was Sterben und Tod betrifft. Reinkarnation ist nicht christlich. Christlich ist: die Vergebung durch Jesus Christus und nicht Abarbeiten der Schuld durch Reinkarnationen; christlich ist: das neue Leben, das Jesus Christus schon jetzt ermöglicht, einzuüben und mit seiner Hilfe zu leben; christlich ist nicht: Mir muss es gut gehen, sondern: Wie geht es dem anderen? Was ist Gottes – des Gottes, den Jesus Christus und wir „Vater“ nennen – Wille?

Vielleicht stehen hinter bestimmten Dingen positive und negative Mächte. Esoterisch ist, sie in Gleichgewicht zu bringen. Mancherorts hat Esoterik in dieser Hinsicht hinduistische und magische Traditionen: Der Priester beherrscht aufgrund seiner Kenntnisse von Mächten und der beseelten Natur die Götter. Christlich ist: Mächte als Gottes Diener anzusehen bzw. sich durch Gott geschützt zu wissen (s. zum Beispiel die Befreiung von Menschen in den Wundern Jesu).

 

Jetzt ist erst einmal Schluss mit dem Thema Esoterik.

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