Esoterik 9

(Fortsetzung vom 7.2.) Auch Mächte müssen in Gleichgewicht gehalten werden. Esoterik spricht normalerweise lieber von positiven Mächten, Engeln, Feen, Geister. Sie werden in Schulungen und mit Hilfe von Büchern den negativen Mächten entgegengesetzt, damit das Gleichgewicht wieder hergestellt werden kann. Negative und positive Mächte können mit magischen Handlungen herbeigerufen und vertrieben werden, was uralte menschliche Hoffnungen und vor allem auch Ängste hervorrufen kann. In der Esoterik werden einige archaische Ängste wieder hoffähig, die viele Menschen durch den christlichen Glauben überwunden hatten. Und es wird versucht, diese archaischen Ängste mit archaischen Mitteln, die mit moderner wissenschaftlicher Sprache belegt werden, zu bekämpfen. Esoterik ist Religion – sofern man Animismus als Religion bezeichnet. Esoterik kann aber auch spannende Spielerei sein: Wie Männer nicht wissen, worüber sie sich unterhalten sollen – darum Fußball usw. gerade recht kommt, da kann jeder mitreden – so sind esoterische Themen vielfach Frauenthemen: man weiß, worüber man miteinander reden kann. Beides kann religiös überzeichnet werden, beides kann die Emotionen so hochschaukeln, dass man daraus Lebenskraft zu gewinnen und Lebensverlust zu bekommen meint. Vorsicht ist geboten: Damit die Geister, die man ruft, einen nicht beherrschen …     

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