Feingeister

Ich kann ja verstehen, wenn man ausflippt angesichts all dieses Unfugs um einen herum. Nur – die Ablehnung von Fäkalsprache und Beschimpfungen hat nicht allein mit Feingeistern zu tun. Die Frage ist, was ist mit solchen verbalen Aussetzern gewonnen? Dient man damit der Sache? Dient man damit sich selbst? Auf welchem Weg ist das Herz, die Seele, der Geist? Denn die Sprache färbt auf einen ab – wie sie Ausdruck des Menschen ist, der sie verwendet. Wenn einer noch so gute Ideen hat, so gute Beobachtungen, so gute Darlegungen – aber sie mit Verbalinjurien spickt, dann mag man sie gar nicht mehr lesen und hören. Vor allem: Auch diese Sprache nutzt sich ab – eigenartiger Weise sind Sarkasmus, Ironie, Witz beständiger – und kleben sich fester in die Gedanken ein. (Zu http://fact-fiction.net/?p=1794)

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