Warten

Es gibt verschiedene Arten und Weisen, die Zeit nach dem Abschied oder der Verabschiedung zu leben: Vor sich hindümpelnd, hadernd, sehnsüchtig in seinen vier Wänden sitzend, die Zeit totschlagend mit diesem und jenem – was man so am Liebsten tut. Auch wenn das, was man am Liebsten tut – Lesen, Fernsehen, Basteln, Blumen pflegen – zum Alltag wird, dann merkt man irgendwann: Das kann es nicht sein, das kann es doch nicht gewesen sein. Man wird unruhig, doch die Unruhe läuft ins Leere. Man wird sehnsüchtig, doch die Sehnsucht läuft ins Leere. Und so ist auch die Zeit des Wartens zu füllen, damit die Leere nicht das gesamte Leben bestimmt. Es geht darum, aktiv zu warten.

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