Goldwaage

Sicher, man soll vieles nicht auf die Goldwaage legen – aber wer belehrt uns staunende Zuschauer ständig, das zu tun? Ich bin wirklich nicht Papst – aber hier wird ein innerkirchliches Problem gelöst – und schon gehts wieder los. Man kann es doch auch anders machen: „Lieber Papst, jetzt hast du dir ein Kuckucksei ins Nest geholt, einen, den du nicht zum Bischof geweiht hast – und nun sieh mal zu, wie du das Kuckucksei wieder kirchenintern wegbekommst.“ Aber nein – Gesprächsabbrüche, beleidigte Reaktionen – apropos beleidigte Reaktionen die keine beleidigten Reaktionen sein sollen. In dem Beitrag wird auch der zunehmende Antisemitismus in Deutschland beklagt. Aber sobald die Ursache namhaft gemacht wird – und zwar der islamische – hält man sich auch im Zentralrat zurück – man hat Wichtigeres zu beklagen: die Verwendung von „Jedem das Seine“ in der Werbung (s. Blogeintrag vom 15.1.). Nun ja – für Seismographen sollte man dankbar sein, auch wenn sie nicht immer so ausschlagen, wie man es für angemessen hält. Nur wenn sie ständig ausschlagen und man vergeblich aufgeregt aus dem Haus rennt oder bei den wahren Umwerfungen gar nicht erst anschlagen, dann wirken sie bald nicht mehr.

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Eine Antwort auf „Goldwaage“

  1. Israel. Jerusalem und YAD VASHEM!
    Yad Vashem (hebr. ?? ??? für „Denkmal und Name“) erhielt seinen Namen nach Jesaja 56,5: „Ihnen allen errichte ich in meinem Haus und in meinen Mauern ein Denkmal, ich gebe ihnen einen Namen, der mehr wert ist als Söhne und Töchter: Einen ewigen Namen gebe ich ihnen, der niemals getilgt wird.“
    Eben hier an der „Straße der Gerechten“ eine überlebensgroße
    Skulptur -schwarz und kaum als solche erkennbar eine Frau mit ihrem toten Säugling auf den Armen -der Kopf diesesr Frau fast ausschließlich ein unnatürlich weit aufgerissener Mund: „Der Schrei“…….
    Erschütternd und vom Betrachter nach Jahrzehnten nicht vergessen.
    Echolot erschrickt bei den eigenen Gedanken des Vergleichs:
    Zum wiederholten Mal fordert die Präsidentin des Zentral-komitees der Juden in Deutschland einen „Aufschrei“ des Vol-
    kes. Grund: der nach ihrer ureigenen Wahrnehmung überbor-dende Antisemitismus in unserem Land. Nun wieder ein geforderter Aufschrei angesichts der für Frau Charlotte Knobloch unsäglichen Beleidigung aller Opfer des Holocaust durch die römisch katholische Kirche in Person ihres Papstes…..
    Fast pervers, die Impression aus Yad Vashem mit dem Verlangen der Frau Knobloch in einen Gedankengang zu brin-
    gen.

    Ein anderer Gedanke aber ist geradezu gefordert:
    „Der (stumme!) Schrei“ in Yad Vashem auf der einen Seite und das hasserfüllte Brüllen hunderter Muslime und die hinausgeschriene Forderung, Israel zu vernichten und ins Meer zu jagen auf der anderen Seite…..
    Hier die Stille der „Halle des Gedenkens“ an die Opfer des Holocaust mit der ewig brennenden Flamme in Jerusalem….. und dort in Brand gesetzte, am Boden zertretene Israelfahnen und schamlose antisemitische Hetztparolen auf Transparente geschmiert -und das offensichtlich alle Jahre wieder. WO? In der Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland -und nicht allein dort!

    Ach ja: Und Frau Knobloch? Sie liebt den Dialog mit den Mus-
    limen und das Verbundensein mit den Linksfaschisten in un-
    serem Land. Darum passt ihr da wohl nicht die Forderung nach
    einem „Aufschrei“.
    Frau Knobloch schweigt -zumindest in der Öffentlichkeit- und schickt bestenfalls ihren Generalsekretär „an die Front“.
    Echolot meint, dass wohl die falsche Person dem jüdischen Teil der deutschen Bevölkerung vorsteht. Oder?

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