Esoterik 3

(Fortsetzung vom 23.1.) Esoterik ist nicht sehr organisiert, sondern ist von vielfältigen Gruppen bestimmt. Aber was auch immer diese Gruppen jeweils bevorzugen, sie haben Teil an der Suche nach dem, was Ausgleich bewirkt. Sei es Yoga, Reiki, Keltenkulte, Kabbala usw. Und so kann auch in jeder Saison ein neues Thema die Frauenzeitschriften und die Zeitschriften des körperbewussten BioMenschen durchlaufen, weil jeder auf der Suche nach dem ist, was ihm wirklich auch dieses subjektive Gefühl des Gleichgewichts gibt. Jedes Neue ist zunächst hilfreich – aber wird das Neue Alltag, dann lässt auch die Wirkung nach, und man muss neue Balancehilfen finden. — Esoteriker sehen sich in einer langen Tradition, die sie selbst hergestellt haben (wie die Humanisten). In der griechischen Antike gab es die Stoiker und die Mysterienreligionen (z.B. den Demeterkult – nach der Göttin wurde auch eine Biokette benannt). Es gab aus dem ägyptischen Bereich die Hermetik und verbreitet war die Magie. Viele Gruppen wären da zu nennen. In diesen Frömmigkeiten geht es um Leben und Tod, um Licht und Finsternis, um Vereinigung mit der Gottheit. Sie helfen, das spirituelle Gleichgewicht zu finden – und wer es gefunden hat, kann auch auf die Realität einwirken, so einwirken, dass sie den Wünschen angepasst wird. Diese alt-westlichen Kulte wurden über das Mittelalter der Neuzeit vermittelt: Alchimie, Templerorden, Katharer usw. – wichtig auch die Neuplatoniker: Der Urgrund des Seins steht über jeglichem Denken – und das Denken muss aus sich heraustreten, um den Urgrund des Seins erfassen zu können. Es kamen die Rosenkreuzer dazu usw. (Fortsetzung folgt.) 

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