Pendeln 2

(Fortsetzung vom 24.1.) Pendeln ist also Ausdruck der Einsamkeit des Menschen. Natürlich kann Pendeln auch aus Jux betrieben werden – nur steht der Mensch dann in Gefahr, langsam aber sicher zum Pendler zu werden, weil es anstrengend ist, Entscheidungen zu treffen, weil es anstrengend ist, auf sein Unterbewusstsein zu hören, herauszufinden, was es sagt. Es ist anstrengend, Verantwortung zu übernehmen – und weil alles so anstrengend ist, pendelt man lieber – aus Jux, der immer ernster wird. Es wäre schön, wenn Menschen, die es schwer haben, sich zu entscheiden, andere finden würden, die ihnen helfen, die einfach zuhören – denn im Reden wird so manches klarer. Es gibt aber auch einfache Tipps, deren Darstellung in einem Blog zu weit führen würden. Nur Folgendes: ruhig laut mit sich reden und Für und Wider abwägen, die Argumente übersichtlich aufschreiben, eine Nacht darüber schlafen (ohne weiter darüber nachdenken zu wollen) – sie überprüfen, ergänzen, streichen – und dann einen Zeitpunkt setzen, an dem man diese Sache geklärt haben will. (Fortsetzung folgt.)

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