Nicht lesen

Es gibt Nachrichten, die mag man gar nicht lesen, so widerwärtig – aber leider ein Teil unseres Menschseins: http://www.factum-magazin.ch/wFactum_de/aktuell/2009_01_22_Uganda_Rituale.php. Und da ich denke, dass auch bei uns die Menschlichkeit nur sehr dünnhäutig ist, können solche Nachrichten auch warnen: Gesellschaften können so verfallen, dass keine Grausamkeit mehr ausgelassen wird. Auch bei uns ist es ja auch noch gar nicht so lange her, dass eigentlich Undenkbares von manchen getan wurde: die Verbrechen an Juden – aber auch schon vorher, in den zwanzigern, als in Städten vieles drunter und drüber ging: die persönlichen Bereicherungen, aufs eigene Vorteil bedacht sein, Raub und Prügeleien. Oder denken wir an die Grausamkeiten im ehemaligen Jugoslawien – bis heute im Kosovo und auch auf anderer Ebene in Albanien und in Moldawien. Denken wir an die grausamsten Länder: Somalia, Teile Sudans und Kongos … ich höre auf. Seien wir nicht hochmütig: All das steckt auch in uns bzw. in unserer Gesellschaft. Was kann ich dazu beitragen, sie zu stabilisieren? Oder trage ich dazu bei, sie zu destabilisieren? Wo wird sie destabilisiert? Wo Gutes böse und Böses gut genannt wird – wo Unrecht zu Recht wird und Recht zu Unrecht – wo einfach nur zerstört wird, auch gutmeinend zerstört wird – wo alles maßlos verlächerlicht wird, ohne dass manche Dinge heilig gehalten werden – wo …  

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