Kirchenmoschee

Darf aus einer Kirche eine Moschee werden? Da wagt es jemand: Nein, zu sagen – zumindest mit Rücksicht auf die Gemeindeglieder. Und dreimal darf man raten, wer nun wieder beleidigt ist, oder sich brüskiert fühl oder sonstwas. Das wird lächerlich. Sobald Glaubende öffentlich etwas sagen, was ihnen wichtig ist – fühlen sich einzelne Muslime beleidigt. Die müssen wirklich noch lernen, dass auch andere das Recht haben, das auszusprechen, was ihnen wichtig ist. Seis drum: Doch wenn es den Menschen in einer Stadt gleichgültig ist, was dann? Dann darf die Moschee über die Kirche, Allah über den Gott der Juden und Christen siegen. Denn soweit ich mitbekommen habe, ist die Moschee eine Art Siegessinnbild, da sie häufig die Namen von Eroberern tragen, und das Land, das für Allah erobert wurde, soll nicht wieder hergegeben werden. Darum sind große Moscheen nicht nur Prestigeobjekt, sondern auch Landnahmen für Allah. Wie sehen Christen das mit der Kirche? Aus neutestamentlicher Perspektive her gesehen, ist Kirche nicht ein Gebäude, sondern die Versammlung der Glaubenden. Und die kann überall stattfinden – Kirche kann überall sein. Und das ist auch der immense Vorteil: Werden Kirchengebäude zerstört, die Kirche Jesu Christi kann nicht zerstört werden, weil sie die Gemeinschaft der Glaubenden ist. Wenn zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, dann bin ich mitten unter ihnen – so sagt Jesus laut Matthäusevangelium -: hier ist Kirche. Freilich soll diese kurze Anmerkung nicht bedeuten, dass die Kirche als Gebäude unwichtig ist. Das Wesentliche ist: Gemeinsam mit anderen Jesus Christus im Herzen zu tragen.

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