Pendeln

Pendeln ist nicht identisch mit Pendeln. Auch Pendeln muss man mit Hilfe von Büchern – die was kosten – lernen. Man muss lernen, den richtigen Pendel zu nehmen (Bergkristall, Kupfer, usw. – und alle kosten was). Pendeln zeigt eine ganze Menge: Welcher Körperteil krank ist, welches Homöopathische Mittel herangezogen werden soll und vieles mehr. Pendel zeigen aber auch, welche der zahlreichen Angebote zur Meditation usw. in Anspruch genommen werden müssen (Tai Chi, Reiki, Zen-Meditation …), um das innere Gleichgewicht zu finden – und damit erweist es sich als eine Art Meta-Esoterisches Mittel: Das Pendel weiß alles. Alle anderen Handlungen (Meditationen, Massagen, Wellnessangebote …) sind von ihm abhängig – die dazu notwendigen Karten kosten was. Nun weiß derjenige, der seinen Verstand einsetzt, schon, dass der Körper die Pendelbewegungen vorgibt: Was man selbst irgendwie will, das erpendelt man auch (wie ein Kind, das nicht in den Bach radeln will – auf den Bach starrt und darin landet) (Carpenter-Effekt). Aber auch das wurde von cleveren Menschen aufgegriffen: Wie erpendele ich das, was mein Unterbewusstsein wirklich will? Dazu gibt es auch Ratgeber. Oder: Wie kann ich vermeiden, dass ich das erpendele, was mir das Unterbewusstsein vorgibt? Nun: Dazu muss man dann zur erfahrenen Pendlerin gehen, die es den Geistern ermöglicht, wirklich von dem Pendel Besitz zu ergreifen. Der Soziologe Beck hat mal eindrucksvoll dargestellt, dass der heutige Mensch eine Unmenge an Entscheidungen zu treffen hat, Entscheidungen, die in Generationen vorher die Familie getroffen hat bzw. die Tradition vorgegeben hat. Manche Menschen sind mit dieser Entscheidungsflut überfordert. Da ist das Pendeln dann recht hilfreich: (a) ich erkenne das, was ich wirklich will – (b) ich habe eine Autorität, die mein Handeln legitimiert – (c) und eine, die mir die Verantwortung abnimmt. Verantwortung abnimmt?  (Fortsetzung folgt.)