Esoterik 2

Ying-Yang-Prinzip: Ein Kreis mit einem schwarzen Tropfen und einem weißen Tropfen. Der schwarze Tropfen symbolisiert das Weibliche, die Nacht, Kälte – der weiße Tropfen das Männliche, den Tag, die Wärme. Der Kreis umfängt beide. Beide gehören zusammen, beide sind Teil der Ganzheit. Und „wissenschaftlich“ sichtbar in Tag und Nacht, Ebbe und Flut, Berg und Tal, Sommer und Winter usw. Diese Erfahrung wird „wissenschaftlich“ überhöht – aber sie ist von allen nachvollziehbar. Dort, wo nur das Schwarz regiert, ist es nicht gut, dort, wo nur das Weiß regiert, ist es nicht gut. Beides muss in Ausgewogenheit gebracht werden – erst dann ist es optimal. Dieses Grundprinzip durchdringt die gesamte Esoterik – die freilich in vielen Erscheinungsformen auftritt. Da haben Steine ihren Ort, wie Farben, Blumen und Bäume, Sternbilder und Metalle, Räume und sonstiges aus der Natur. Jedes dieser Elemente hat als Teil der Gesamtenergie bestimmte Energien. Und diese Energien müssen vom Menschen zunutze gemacht werden, um in dem genannten Gleichgewicht zu bleiben. Was welche Wirkung hat, das findet nicht der Einzelne heraus, sondern das ist eine eigene Art esoterische „Wissenschaft“ geworden. Wer weiß schon, dass er als einer, der im Sternbild Widder geboren wurde, aggressiver ist, seine Farbe das Rot ist, mit Eisen, Zypressen und Fichten zu verbinden ist. Um nun zum Ausgleich zu kommen, muss er Kupfer suchen oder Ulmen und Eichen. Das heißt: Das wissen nur die Hohenpriester der Esoterik – und darum auch der Boom an Literatur: Jeder muss das finden, was sein Leben wieder ins Gleichgewicht bringt. (Fortsetzung folgt.)

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