Obama

Obama bat um Gottes Segen – auch ich wünsche ihm um der Menschen Willen den Segen Gottes. Er sprach von Gott im Rücken – auch ich wünsche ihm Gott, den Jesus und wir Vater nennen, als Stärke im Rücken. Gespannt bin ich, wie er mit diesen Erwartungen, die Menschen an ihn stellen, umgehen kann – zum Glück leben die Amerikaner in einer Demokratie und nicht in einer Dikatur, und hoffe, es bleibt so. Ich hoffe auch, er kann den Schandfleck Guantanamo schließen, damit dieser zum Symbol der Folter gewordene Ort nicht die amerikanische Politik begleitet. Die Schließung wurde zwar schon in die Wege geleitet – eine schnelle Umsetzung wäre jedoch wichtig. Sicher, an anderen Orten wird schlimmer gefoltert, mehr gefoltert, verborgener gefoltert – alles richtig. Aber Folter kann nicht aufgerechnet werden – weil es nicht um die Menge, sondern um den Einzelnen geht – und ist einer Demokratie, die auf unsere aufgeklärte-christliche Vorstellung von Menschenrechten basiert, unwürdig. Soweit ich bisher beobachten konnte, macht Obama das beliebte Bush-Bashing-Spiel nicht mit, in dem dieser für alles Mögliche verantwortlich gemacht wird. Solche Spiele lassen eine Mentalität aus voraufgeklärten Zeiten erkennen – als der Herrscher sogar für Heuschrecken und Dürre im Land verantwortlich gemacht wurde. Vielleicht ist da was dran …? 🙁  

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