Gebetswechsel

Nun, von anderen einen Wechsel der Gebetsrichtung zu fordern und selbst einem Wechsel anzuhängen, der seit Jahrhunderten vorüber ist, ist schon faszinierend: http://www.muslim-markt.de/forum/messages/356.htm. Vor allem, in der aktuellen politischen Lage einen Wechsel zu fordern, damit die Hamas-Macht ausgebaut werden kann, ist schon eigenartig. Nicht zu erkennen, dass die Hamas die Palästinenser diktatorisch unter der Fuchtel hält, und der Militärschlag Israels auch Palästinenser vom Übel befreien kann, ist schon Blindheit. Ja, es ist traurig, dass die Palästinenser es nicht geschafft haben, ihre Regierung, die sie geknechtet hat, selbst loszuwerden, und darum nun so viel Leid hervorgerufen wird. Noch trauriger ist, dass die Menschen wirklich radikalisiert werden können, weil Genossen vom Muslim-Markt auch im Gaza die Gemüter zu erhitzen imstande sind, alle moderaten Kräfte zu entzweien versuchen, damit ja nicht annähernd Friede entstehen kann. Wie war es denn in der Vergangenheit: Sobald ruhigere Palästinenser und Israel einander näher gekommen sind, gab es die Radikalen, die irgendwelche Raketen zündeten oder paradiessehnsüchtig unschuldige Menschen in den Tod rissen. Und nun rufen viele Frieden, Frieden, Frieden – ob sie den wirklich im Sinn haben? Die Vergangenheit zeigt anderes: Frieden, um in Ruhe Hass säen und aufrüsten zu können. Übrigens: Die Fatah kann auch ein solches Lied vom Frieden singen – mühsam mit der Hamas in SaudiArabien ausgehandelt, kurze Zeit später fielen die Kämpfer übereinander her. Muslim-Markt-Männer, solchen Frieden nenne ich nicht Frieden.   

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