Oh, oh

Woran alles gedacht wird – hoffentlich nicht: gedacht werden muss – das zeigt uns Kewil mit seinem Hinweis auf die religiös-ethnologischen Vorgaben des Britischen Gesundheitsdienstes. Manche raufen sich vor Entsetzen die Haare – ich finde es von den Kulturen her gesehen interessant. Vor allem frage ich mich: Wenn das gefordert wird, was geschieht, wenn sich irgendeiner nicht daran hält, weil er es nicht (nicht mehr) weiß? Auf dem Papier kann man ja wunderschön differenzieren – aber wie soll das in der Realität vor sich gehen? Ich weiß es! Jedes Krankenhaus muss einen „Beauftragten für Religiöse Fragen“ einstellen – nein, zahlreiche, weil es bei besonders brisanten Fällen zu Diskussionsbedarf führen könnte, noch besser: Von allen religiösen Richtungen und Unter-Richtungen einen besser: einen und eine einstellen, um allen etwaigen Problemen aus dem Weg zu gehen: http://fact-fiction.net/?p=1677. Da sich das eine Gesellschaft aber nur leisten kann, wenn sie Geld hat, und das ist ja nie sicher, frage ich mich rein interessehalber: Wie ändert sich eine Gesellschaft, um all diesen Anforderungen gerecht werden zu können? Vielleicht so? Man besinnt sich auf die Krankheit, dass der Kranke gesund werden möge, wie auch immer. Aber das ist wohl zu traditionell.

Impressum auf  www.wolfgangfenske.de