Demut 3

Faszinierend ist, das sehen wir in unseren Breiten vor allem an Weihnachten, dass uns Gottes Wesen als demütiger Gott fasziniert. Weil es so ganz anders ist. Gleichzeitig erkennen Glaubende in dieser Demut Gottes die eigentliche Herrschaft Gottes, die Herrlichkeit, die Majestät Gottes. Das Kind in der Futterkrippe erstrahlt im göttlichen, im klaren Glanz. Ich schrieb im Blog mal über die Schönheit Gottes – im Kreuz. Es gibt ein Lied in der Apokalypse des Johannes, in der der Autor das Lamm – den geopferten Jesus Christus – auf dem Thron sieht. Und hier haben Christen viele weitere Bilder vor Augen: Der mit vermaledeiten Sündern und zerlumpten und stinkenden Bettlern isst (Sinnbild für uns Menschen) – ist kein anderer als der Höchste in seiner Liebe. Warum das alles? Jesus Christus wirft den Bettlern keine Münzen zu, er verwandelt die Sünder nicht mit einem Fingerschnipps, er macht die Hungrigen der Welt nicht mit seiner Macht satt (wie die Versuchungsgeschichte im Matthäusevangelium 4 zeigt), und die Sensationsgierigen nicht mit dem, was sie erwarten. Er geht den Weg der Demut, er nimmt in Kauf, missverstanden zu werden, er nimmt in Kauf, abgelehnt zu werden – aber er geht diesen Weg, damit wir Menschen zur Besinnung kommen. Damit wir uns auf das besinnen, was wirklich zählt.     

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