Buddha 16

Buddhismus hat eine gewisse Anziehungskraft für manchen Mitteleuropäer. Schon die ersten übersetzten Schriften haben das Ihre dazu beigetragen. Überhaupt hat „Indisches“ Personen angezogen, die, wie soll man es – ohne deren Jünger zu verletzen – sagen, recht eigen sind: Helena Petrovna Blavatsky, Rudolf Steiner… Und so mancher Anhänger des Nationalsozialismus sah sich stärker zum Buddhismus hingezogen als zum jüdischen Christentum. So der Rassekundler Heinrich Ackermann (H.F.K. Günther): Jesu Lehre sei den Indiogermanen nicht nur schlicht, sondern auch ungenügend und dürftig. Zu nennen ist auch Himmler. Dazu s. http://www.markus-hieber.de/Religion/Buddhismus/buddhismus.html und die schon einmal angegebene Seite von www.trimondi.de. Dabei muss freilich beachtet werden, dass es noch zahlreichere Versuche gegeben hat, das Christentum zu ideologisieren – aber die das versuchten, hatten bei den ganz strammen Nazis schlechte Karten: Christentum lässt sich nun mal nicht vom jüdischen Volk und dem im Alten Testament bekannten Gott lösen. Aber das ist ein anderes Thema (s. Fenske: Wie Jesus zum >Arier< wurde, WBG 2005). Zu dieser Buddhismus-Rezeption beigetragen hat auch die Suche nach Ariern in Asien (Indien/Tibet) – so konnte man dann in Buddha einen blutechten Volksgenossen erkennen, der als Erleuchteter mit den minderen Wüstenreligionen nichts zu tun hatte. Zum anderen lehrt der übliche Profan-Buddhismus (außer: Amitabha): Selbst ist der Mann … – und das liegt so manchem Helden eher im Blut als die Freude an der Liebe und Gnade Gottes.

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