Buddha 15

Auch der Westen hat Buddhismus hervorgebracht, so in Ole Nydal (Lama Ole; * 1941) und seiner Frau Hannah. Nydal hat den Diamantweg westlichen Bedürfnissen angepasst. Freilich hat auch er seinen buddhistischen Lehrer, den 16. Karmapa aus Tibet, der im Westen Zentren gründete. Der 1981 Verstorbene beauftragte ihn, so Nydal, Zentren zu gründen, und so hat er inzwischen hunderte von Zentren überall auf der Welt eröffnet. Er hält sich auf seinen Vortragsreisen mit politischen Äußerungen und auch Äußerungen gegen den Islam nicht zurück – diese und das immense – sagen wir: Selbstbewusstsein – brachten ihm Ärger mit der Deutschen Buddhistischen Union ein. Und ich, als einer, der sich intensiv mit der Idiologie der National-Sozialisten auseinandesetzte, muss vorsichtig sagen: Nicht wenig kommt mir nicht so ganz geheuer vor. Nun: Hauptsache er weiß, was wirklicher Buddhismus ist. Aber auch die Deutsche Buddhistische Union (www.dharma.de) ist sehr rege. Ihr – ich sage mal: – Glaubensbekenntnis beginnt mit: „Ich bekenne mich zu Buddha als meinem unübertroffenen Lehrer. Er hat die Vollkommenheit verwirklicht und ist aus eigener Kraft den Weg zur Befreiung und Erleuchtung gegangen …“. Was für ein Glaube angesichts der Fragwürdigkeit der Überlieferung – und anders als Jesus Christus, der als der Lebendige durch seinen Geist Wissen vermittelt, ist Buddha ja für Menschen nicht mehr erreichbar und kann somit auch nichts von sich als Vorbild übermitteln. Oder handelt es sich um den Buddha in jedem Menschen? Nein, es muss Siddharta das Vorbild sein. Man kommt da so ins grübeln – meditieren …

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