Buddha 10

(Fortsetzung) Der Dalai Lama, den wir heute kennen, ist also die Wiedergeburt der voran gegangenen Dalai Lamas. Er floh aus dem Tibet, man sagt, mit Hilfe der USA – man bedenke: 1959. Was war mit China 1959: Kommunismus pur. Die Flucht war auch politisches Ereignis und die politische Hofierung des Dalai Lamas ebenso. Da versteht man, dass die Chinesen nicht besonders amused sind, wenn der Dalai Lama als politischer Mönch von Regierungen eingeladen wird. Und man wundert sich, dass mal eine Tat der USA von den Aufgeklärten akzeptiert wird – äh – oder wussten sie davon nichts. Egal: Seitdem findet der Dalai Lama zahlreiche Menschen im Westen, die ihm wohlgesonnen sind, die von seinem Charme und seiner Weisheit bis in professorale Höhen umgarnt werden. Nur selten gibt es Skeptiker wie www.trimondi.de. Solche Stimmen mag man nicht gerne hören, weil der Westen gerne „edle Wilde“ mag, Exoten, die lachen und weise Worte sagen. Lachen ist ein Kennzeichen dieses Dalai Lama – lachen als Antwort auf Fragen, das ist auch eine Idee, auf die man erst kommen muss. — Wenn es zeitlich klappt, werfen wir in dieser Woche noch einen Blick auf den Zenbuddhismus. 

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