Terrorgott

Ein Kurienkardinal soll den Muslimen dafür gedankt haben, dass sie Gott in die öffentliche Sphäre Europas bringen (www.katholisches.info/?p=2201 und http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=248341 – Hinweis gefunden auf pi-news.net). Dass sie das getan haben, das sehe ich und bekomme es ständig zu hören: Wie viele Menschen machen die Religionen, damit den Glauben an Gott, dafür verantwortlich, dass es Kriege und Terror gibt. Den Terrorgott gebracht zu haben – so verstehen es viele – das soll man als Christ den Muslimen danken? Gott, den Jesus Christus Vater nennt, wird mit dieser moslemischen Gottesvorstellung in einen Topf geworfen. Dann wird kräftig umgerührt – und die Atheismus-Suppe kommt heraus. Dass ein Kurienkardinal noch nicht weiß, dass nicht jeder, der „Gott“ sagt, auch unseren Gott meint. Kewil (fact-fiction.net) meint, der Kardinal sei falsch verstanden worden. Nehmen wir es zu seinen Gunsten an.

(Natürlich hat nicht jeder Muslim diese Gottesvorstellung. Viele wollen auch nur ihren Frieden – und ob alle so glücklich sind, wenn in ihrer Nähe eine Moschee gebaut wird, die sie religiös und türkisch-national disziplinieren soll? Aber der Gott, der sich in den Köpfen unserer Zeitgenossen einbrennt/einbombt, ist eben dieser Terrorgott. Und im Vergleich von Neuem Testament und Koran/Hadithe kann man die Gottesvorstellungen nicht miteinander in Einklang bringen – was ich im Blog schon häufig thematisiert habe – auch wenn der Meister Mohammed es so wollte.)    

Eine Antwort auf „Terrorgott“

  1. Ist es allein Wunschdenken der Realisten, dass die Römische Kirche zu den Fakten der Zeit einen Zugang gefunden hat?
    Der Präsident des Päpstlichen Rates für Interreligiösen Dialog, Kurienkardinal Jean-Louis Tauran, lässt mit seiner Einlassung, dass mit dem Islam(ismus) „Gott in die öffentliche Sphäre Europas Einzug gehalten habe“, alle Hoffnungen auf Realitätsbezug der Römischen Kirche zu Schanden werden. „Falsch zitiert….“ „Falsch verstanden…“
    So die auf frischer Tat ertappten Honoratioren weltlicher und geistlicher Provenienz. Aber: Was hat der Kurienkardinal gesagt und was hat er mit dem Gesagten gemeint? Hier dürfte ein Wort Benedikts XVI für Klarheit und Ordnung in seiner Weltkirche sorgen.
    Die Schafe und Schäflein Roms haben auf diese Erklärung Anspruch und wären dafür sehr, sehr dankbar.
    Oder bleibt es bei dem resignierten „Si tacuisses….“ des allein gelassenen Schafes, dem dieser Ausspruch höchstkirchlicher römischer Autorität bitter aufstößt und sein Vertrauen in die Glaubens-Vernunft kirchlicher Autorität ins Schwanken bringt?
    Wo bleibt die Antwort Karl Ratzingers???
    Nich allein das Echolot würde dankbar für eine solche sein!

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