Angst?

Es ist nicht immer Angst, die sich mit Fremdem beschäftigt, sondern die Neugier: Mit wem habe ich es zu tun, wenn er so anders gekleidet auf der Straße auftritt oder versucht, sich dominant durchzusetzen oder mit anderen Regeln und Gesetzen lebt. Wer ist das, wie leben diese Menschen in ihren Kulturen, Staaten, Traditionen? Daraus folgt dann, dass man das Eine akzeptiert und das Andere ablehnt. Und wenn einer versucht, seine Verhaltensweise durchzusetzen, dann lehnt man das nicht nur theoretisch ab, wie zum Beispiel den Voodoo-Zauber in Haiti, der einen ja wirklich nicht betrifft, sondern eben auch, indem man sagt: Das finde ich nicht gut, das will ich nicht – das wollen wir nicht. Es geht nicht gegen den Menschen, sondern gegen seine Einstellung und den damit verbundenen Versuch, sich damit durchzusetzen. Das ist ja eigentlich nichts Schlimmes, sich durchsetzen zu wollen, das machen alle. Nur: Welche Mittel wählt er?