Buddha 5

(Fortsetzung vom 22.11.) Wie es nach seinem Tod weitergegangen ist, wurde schon erwähnt. Der Fürst Ashoka nahm seine Asche, errichtete überall Pilgerstätten für wahre Buddhisten, verkürzte die Lehre des Buddha auf ein paar wesentliche, für seine Herrschaft relevante Aussagen. Unmittelbare Schüler schlugen unterschiedlcihe Richtungen ein: Maudgalyayana verband die Lehre mit Okkultem, Shariputra vereinfachte die Lehre für Laien, Maha Kashyapa liebte Askese und Ordnung. Die Anhänger stritten sich, spalteten sich, prügelten sich und andere. Und damit kam es zum großen Fahrzeug – die Erneuerer – und zum kleinen Fahrzeug – die Alten. Die Alten waren strenger, die Neuen waren offener. Und sie waren so offen, dass sie auch die Religionen anderer Völker aufnehmen konnten. Unser Siddharta-Buddha selbst war wohl eher Philosoph, Götter wurden von ihm nicht besonders bevorzugt. Aber wie es so kommt: Er wurde selbst in den Pantheon erhoben. Und Anhänger lernten vom Christentum: So kann auch von „Lord Buddha“ gesprochen werden. Und dass durch die Jahrtausende „Buddha“ unterschiedlich interpretiert werden konnte, wundert einen nicht wirklich. (Fortsetzung folgt.)  

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