Buddha 4

(Fortsetzung vom 21.11.) Buddha war ein Fürstensohn. Er hieß nicht Buddha. Buddha bedeutet „der Erwachte“ – ist somit ein Ehrentitel. Der Buddha, den wir meinen, hieß „Siddharta“ = der das Ziel erreicht hat; sein weiterer Name war: „Gautama“ – der Name eines Brahmanen. Dann wird er auch „Shakyamuni“ genannt, das heißt: aus dem Geschlecht der Shakya. Er lebte als Fürstensohn, war verheiratet, verließ seine Familie, als er gewahr wurde, dass außerhalb des Palastes so großes Leiden herrschte. Nun suchte er das Leiden zu überwinden. Nicht, indem er als das Leiden bekämpfte, sondern als besonders harter Asket. Er schloss sich nämlich dem Jainismus an. Er „erwachte“, wurde gewahr, dass Askese nicht hilft, das Leiden zu beenden, begann zu essen und zu baden. Was half gegen das Leiden? Sich versenken, um sich vom Negativen zu befreien. Diese Entdeckung verkündete er. Scharte Schüler um sich, gründete wohl Klöster. Mit 80 Jahren starb er an einer Lebensmittelvergiftung – wohl an Eberweich. Nur, was Eberweich ist, darüber streiten sich die Geister. Aß er Fleisch? War es ein Pilz? Auf jeden Fall – er starb. Und er war nur ein Buddha unter weiteren Buddhas – wir erinnern uns: Buddha war eine Ehrenbezeichnung, die auch anderen zuteil wurde.

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