Buddha 3

(Fortsetzung vom 20.11.: ) Nun ist es recht schwer, wissenschaftlich herauszufinden, was Buddha wirklich gesagt und getan hat. Das ist wie mit allen Großen – nur bei Buddha ranken sich noch x-Legenden, x-Seiten mehr als um (zum Beispiel) Jesus. Das nicht allein, weil Buddha 45 Jahre gewirkt hat (Jesus ca. 3 Jahre), sondern auch darum, weil die Worte Buddhas im Gedächtnis geblieben sein sollen, bis sie irgendwann einmal aufgeschrieben wurden. Sein Vetter Ananda soll sich 84.000 Aussprüche Buddhas gemerkt haben. Wir wollen nicht unser kümmerliches Gedächtnis mit dem Gedächntnis solcher Genies vergleichen. Müssen wir auch nicht: Die Worte wurden aufgeschrieben – gingen aber verloren. Der für nachkommende Generationen von Buddhisten relevante Palikanon wurde wohl im 1. Jh.v.Chr. verfasst. Auch wenn man nicht so genau weiß, wann Buddha gelebt hat, 600 v.Chr. oder im 4.Jh.v.Chr. – bleibt doch ein langer Zeitraum zwischen Buddhas Leben und der Aufzeichnung seiner (?) Worte. Doch wenn Buddha wirklich Worte gesagt haben sollte, die im Reclam-Heftchen „Reden des Buddha“ genannt werden, dann kann man sagen: Bescheiden war der Mensch nicht. Nun: Bescheidenheit passt auch nicht so ganz zu einem Fürstensohn.

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