Buddha 2

(Fortsetzung vom 19.11.: ) Nun, die Isolierung des Ich von dem, was auf es eindringt, ist bekanntlich nicht so ohne weiteres zu bewerkstelligen. Damit das Außen nicht mehr am Ich anhaften kann, lehrte Buddha den achtfachen Pfad: rechte Erkenntnis: erkennen, was karmisch heilsam und unheilsam ist; rechte Gesinnung: Gewalt, Hass, Gier können mich nicht mehr reizen; rechtes Reden: nicht lügen, schwätzen; rechtes Handeln: nicht töten und stehlen, Sex ist tabu; rechtes Leben: keine schlechten Berufe ausüben, sich nicht dem Rausch ergeben (was wohl Drogenrausch meint – denn wie wir heute wissen, kann der Asket auch in einen Rauschzustand verfallen); rechtes Streben: üblen Gedanken keinen Raum lassen; rechte Achtsamkeit: den Körper erfahren, das Atmen beachten, seinen Bewusstseinszustand erkennen; rechtes Sichversenken: sich ganz auf etwas konzentrieren. Das Ziel dieses Strebens: Das Ich vom Außen zu trennen, um auf diese Weise das Leid aufzuheben, besser: nicht mehr zu empfinden. Gelingt das vollkommen, dann ist das Ich vollkommen erwacht.

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