Gesundheit und Glaube 7

Der Mensch fühlt. Ich fühle. Ich kann aber nicht immer sagen, was ich fühle. Es ist ein dumpfes Irgendwas in mir, das ausbrechen will, aber nicht kann, weil ich es nicht in Worte fassen kann. Bleiben wir erst einmal bei diesen dunklen unaussprechbaren Gefühlen. Hier finden wir im Glauben Hilfe – und zwar in den Psalmen. So schreit der Psalm 88 die ganze Not hinaus – und wenn ich ihn lese, dann findet auch das, was unaussprechbar in meinem Innern rumort ein Ventil – es bricht aus mir mit den Worten des Psalms heraus. Im Glauben finden wir zum Beispiel durch die Psalmen Sprache. Und das auch durch den Schrei Jesu am Kreuz: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen – ein Schrei, den er mit einem Menschen aus den Psalmen spricht. Das Wort half Jesus, die ganze gottverlassene Einsamkeit hinauszuschreien. Und so können wir auch im Glauben diese Worte finden – und sie tragen dazu bei, unser Gleichgewicht zu finden. Denn das, was in uns rumort, kann herausbrechen – und damit steigt die Chance, heil, gesund werden.

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