Glaube an Gott

Der Glaube an Gott bringt viel. Wer nicht an sich selbst glauben kann – bekommt im Glauben an sich selbst Stärkung durch den Glauben an Gott. Wie das? Er weiß unter anderem, dass er nicht alleine ist. Aber er bringt auch dem, der von sich selbst überzeugt ist, Befreiung. Wie das? Weil er dadurch auch von der eigenen Überzeichnung befreit ist. Der Glaube an Gott bringt dem Wissenschaftler das Wissen, dass sein Tun relativ ist, dass er aber Teil hat an dem Vorankommen der Menschen, dass er frei ist von Menschen, weil er sich selbst in Gott gehört. Der Glaube an Gott führt dazu, dass ein Mensch nicht an andere Menschen glauben kann: Jeder Mensch ist fehlbar, jeder Mensch hat auch ein Recht darauf, Fehler zu machen, jeder Mensch braucht Liebe – auch die Führungspersönlichkeiten. Auch sie brauchen Gott, um entlastet zu werden, um frei zu sein, um Wege zu finden, die für den Menschen gut sind. Der Glaube an Gott verhindert alle Kleinkrämerei: Geister mag es geben – aber sie kommen nicht an mich heran. Albträume gibt es, aber ich kann in ihnen rufen: Herr, hilf! Sterne, Gene usw. alles mag mich beeinflussen – aber es gibt einen, dem ich gehöre: Gott – und er kann mich verändern. Glaube an den Staat – was soll das heißen – er besteht auch nur aus der Führung fehlbarer Menschen, die ja nicht der demokratischen Kontrolle entzogen werden dürfen. Auch hier: Glaube an Gott macht frei, weil ich niemandem und nichts gehöre, außer ihm: Gott. Der Glaube an Gott bringt Freiheit – immense Freiheit von allen Menschen, ihren Schulen, Strömungen, Vereinsmeiereien, und dazu gehören auch die Kirchen usw. Ja, Glaubende sind auch frei von den Kirchen. Das ist wie mit den Parteien: Ein Parteisoldat gehört den Parteien – aber diese Zugehörigkeit ist keine Hörigkeit und findet ihre Grenze an seinem Gewissen. Und das trifft auch auf die Kirche zu: Glaubende sind Teil der Kirche – aber sie gehören damit nicht einem hierarchisch höheren Menschen, sondern gehören allein dem, der sie gerufen hat: Gott in Jesus Christus.

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