Scharia noch mal

Nach unserem Recht ist Bigamie verboten, also: Niemand darf zwei Frauen/Männer heiraten. Nun: Wenn ein Moslem mit weiteren Frauen nach Deutschland flieht – ok. Nur, wenn er hier wohnt und weitere Frauen haben möchte? So mancher liebe Zeitgenosse wird denken: Die Lösung ist ganz einfach: Gesetzesänderung: Jeder darf so viel Frauen/Männer haben wie er will.

Vorbilder dafür haben wir ja schon: In unserem Land darf jeder alles essen. Kommen Moslems – zack bumm: gibts in Kantinen kein Schweinefleisch – als wenn sonst alles rein wäre (schon das Gummibärchen auf dem Quark führt soweit ich weiß in die Hölle, und dann kann man auch gleich Schweinefleisch essen; und: Ist das Rind auf moslemische Art geschächtet? Nein? Was sucht das Fleisch dann hier in der Kantine?).

Oder Bestrebungen: Moslems feiern kein Advent/Weihnachten – nun: in öffentlichen Gebäuden darf nichts Adventlich-Weihnachtliches mehr hängen – oder Moslemisches muss zu deren Festtagen auch überall herumhängen. Nach dem Motto: Zu Weihnachten in Kaufhäusern weihnachtliche Musik – zur Ramadanzeiten türkische Musik – äh, da wären wohl andere Moslems dagegen. Also: keine Musik – aber dann zu Weihnachten auch keine Musik. Wie schön war es doch in Afghanistan, als die Taliban regierten, so still.

Oder man kann deutscher Staatsbürger werden. Aber ich will, sagen manche Pfiffige, Deutscher und irgendwas sein – und dann wählen dürfen: Aus Deutschland diese Vorzüge und aus XY jene Vorzüge. Ich vermute, in den Schubladen sind schon Formulierungen ganz Übereifriger, die das auch bald als Gesetz einbringen werden.

Was mir auffällt: Es wird immer so getan, als würde es soviel Moslems im Land geben. Es sind doch gerade mal ein paar Millionen – und die konzentrieren sich in paar Städten und Stadtteilen. Und nicht alle Migranten sind Moslems und nicht alle Moslems wollen Moslems sein. Warum orientiert man sich so sehr an diese? Weil sie am weitesten den Mund aufmachen und am dominantesten schreien: Hier bin ich, ich, ich! Und: Du bist ganz böse zu mir, wenn du nicht tust, was ich will. Warum schaffen es andere Migranten-Gruppen ihr Leben zu leben ohne ständig auf der Matte zu stehen.