Zivilcourage

Am letzten Samstag schrieb ich für Morgen, Dienstag:

Ich wohne in Hessen. Der 4.11.2008 – ein Tag, an dem so mancher im Parlament Zivilcourage braucht. Denn andere wetzen schon ihre Münder und Stifte, um couragierten Menschen übelste Beweggründe zu unterstellen. Schon im Vorfeld sehen wir, was so manche Parteimitglieder und von der schreibenden Zunft von Demokratie halten. 

Nun kam alles schon heute anders. Ich hoffe, die Partei zeigt Größe gegen diejenigen, die ihrem Gewissen treu geblieben sind. Neuwahlen wären eigentlich schon seit Wochen das sauberste Procedere gewesen.  

Nachtrag: Es geht schon los. Nun, der Wowereit spricht laut faz-online von Moral: >Es sei „moralisch verwerflich“ und unsolidarisch, sich erst nach den ganzen Verfahren in der Partei einen Tag vor der geplanten Wahl der hessischen SPD-Landeschefin Andrea Ypsilanti zur Ministerpräsidentin zu äußern. „Das ist keine politische Frage, das ist eine moralische Frage.“< Leute, zeigt Größe und demoliert euch nicht weiter so, wie bisher.

Nachtrag 4.11.: Sicher wäre es besser gewesen, drei der vier hätten schon vorher nicht mitgemacht. Nur: Wer weiß denn schon immer, wann man so mutig ist, den letzten Schritt zu wagen? Vielleicht gibt es weitere nicht ganz so Mutige, die ihn erst bei der Abstimmung gewagt hätten (s. Simonis)? Das Gesetz sieht ja keinen Zeitpunkt vor, bis zu dem der Mut da sein muss. Bis zur Wahl – eben: bis zur Wahl.