Mohammed + Frauen

In der letzten Woche habe ich im Blog kurz auf Mohammed und Frauen verwiesen. Am Abend hörte ich im Fernsehen etwas über das neue Buch über Aisha, der Lieblingsfrau des Mohammed. Dieses Buch hat schon vor Erscheinen ein ziemlich heftiges Schicksal. Was man sich denken kann, wenn man die muslimische Szene ein wenig kennt. Eine Frau schreibt ein solches Buch …? Nun, darauf kommt es mir jetzt nicht an. Die Autorin sieht sich zu Unrecht angegriffen, weil sie dargestellt habe, dass Mohammed in seiner Zeit Frauen ja mehr Rechte gegeben habe usw. Nun, sicher kann man das so pauschal nicht sagen, weil in der Zeit Mohammeds die Gesellschaft gerade dort unten sehr zerrissen war (Naturreligionen, Judentum, Christentum) und auch Byzanz (Konstantinopel) nicht zu übergehen ist – vor allem aber auch seine erste Frau zu beachten ist. Ich vermute fast (laienpsychologisierend), dass seine erste Frau ihn unter der Fuchtel hatte, und er dann nach ihrem Tod andere Wege suchte und Frauen andere Rollen zuteilte. Aber die Frage stellt sich heute: Nehmen wir mal großzügig an, dass Mohammed zu seiner Zeit Frauen mehr Rechte gegeben hat – was sagen diese Worte Mohammeds denn noch heute? Geben sie Frauen heute auch noch mehr Rechte? Um diese Frage beantworten zu können, ein Tipp: Koran und Hadithen (soweit greifbar) selber mal lesen. Die Augen gehen einem über. Vor allem: Ich mag Aisha (nicht das Buch, das kenne ich nicht) – was sie so aus dem Leben des Propheten berichtet, ist manchmal herzerfrischend. Heute dürfte sie das wohl auch nicht mehr schreiben.