Glauben an die Ethik

Es geht darum, dass in Berlin Ethikunterricht den Religionsunterricht ersetzt, statt wie in anderen Bundesländern neben Religion angeboten wird. Dagegen wendet sich eine Bürgeraktion „ProReli“. Einige haben jedoch etwas gegen Religion – warum auch immer. Aus: www.pro-medienmagazin.de:

> Neben der Initiative „Pro Reli“ hat sich mittlerweile auch eine gegen das Volksbegehren gerichtete Initiative „Pro Ethik“ gegründet, die unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses, Walter Momper (SPD), steht und von SPD, Linkspartei, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), dem Lesben- und Schwulenverband Deutschland (LSVD) sowie weiteren Organisationen unterstützt wird.<

Als hätten die ProReli-Leute was gegen den Ethik-Unterricht, im Gegenteil. Dass aber diese ProEthik-Leute was gegen den Religionsunterricht haben, lässt sich angesichts der massiven Attacken nicht leugnen. Es finden heute überall weltanschaulich-ideologische Grabenkämpfe statt. Über atheistische Mission habe ich schon geschrieben (links in der Leiste unter Kategorien „Atheismus“ anklicken). Ob diese ProEthik-Leute wirklich glauben, ihre Meinung, ihr Ethikunterricht sei neutraler als der Reli-Unterricht? An etwas muss wohl jeder glauben. Ich habe auch unter so manchem Religionsunterricht gelitten – das lag aber an den Lehrern. Und auch das Wohl des Ethikunterrichts hängt von den Lehrenden ab. Übrigens: >So warf der ehemalige PDS-Bundestagsabgeordnete und evangelische Pfarrer Willibald Jacob dem Religionsunterricht vor, „unter der Hand zur missionarischen Veranstaltung zu werden“.< Da fragt doch der Leser: Was hat der denn für einen Religionsunterricht gemacht? Für wen wirbt er jetzt „unter der Hand“?

PS: Ein Tipp:  http://wiedenroth-karikatur.de/02_AktuKariListeText.html