EU 2

(Bezug nehmend auf den Beitrag vom 2.10.) Natürlich muss sich die EU gut verkaufen (damit meine ich: sich gut in der Öffentlichkeit darstellen), aber das tut sie doch nicht durch Propaganda und Schönrednerei, sondern durch solide Arbeit, die den Menschen in der EU hilft. Klassische Diktaturen versuchen es mit Gewalt, ist die EU auf dem Weg dahin – mit Hilfe von Geld? Man soll ja Diktaturen nicht unbedingt Böswilligkeit unterstellen. Alle – außer irgendwelchen afrikanischen Potentaten – wollen „Gutes“. Wobei der Diktator und seine Clique bestimmen, was „gut“ ist. In dem Sinne wollte Hitler Gutes, Stalin und co. wollten Gutes, Mao wollte Gutes, und ich muss gestehen: auch die Mittelalterliche Kirche wollte nur Gutes für ihre Schäfchen, islamische Potentaten wollen nur Gutes … Nur wenn das, was eine Clique als Gut bestimmt, allen aufgezwungen werden soll, dann bekommt man Bauchschmerzen. So wichtig die EU ist – ich bin wirklich der Meinung, dass sie für Europa sehr notwendig ist – aber hoffentlich klopfen ihr bei solchen Bestrebungen immer genügend Menschen rechtzeitig auf die Finger. Übrigens auch bei den Machenschaften um Irland: Geld, Geld, Geld – falls sich die Leute nicht kaufen lassen: Drohungen, falls diese nicht helfen, dann Denunziation der EU-Gegner, falls das nicht hilft: großmütige Aussagen: die Wähler wussten nur nicht worum es geht (auf deutsch: die Wähler sind doof! – denn warum unterstellt man den Gegnern Unkenntnis und nicht auch den Befürwortern?), falls das nicht hilft: Missachtung des Willens der Bürger, solange wählen lassen bis keiner mehr hingeht, außer diejenigen, die in der Regierung dem Vorhaben wohlwollend gegenüberstehen – oder nur das Parlament abstimmen lassen nach dem Motto: Jeder darf frei wählen – aber eingebunden in den Willen der Partei.