Tod oder Leben

Auf der Seite www.derkleinegarten.de gibt es eine Fülle an Informationen rund um das Thema Bestattungen. Es werden Symbole auf den Grabsteinen erklärt usw. Kritisch aber argumentativ setzt sich der Autor der Seite mit „Ruhestätten im Wald“ auseinander. Was mir jetzt jedoch wichtig ist – und diese Beobachtung habe ich auch gemacht, als ich mit Schülerinnen und Schülern einen Friedhof besucht habe: Die Menschen kennt keiner von uns. Aber die Symbole auf dem Grab bezeugen etwas: Kreuze verschiedenster Art bezeugen Leiden und Auferstehung; Trauben können auf das Wort Jesu weisen: Ich bin der Weinstock ihr seid die Reben – auch die Verstorbenen sind Teil von Jesus; die Ähren können auf das Wort Jesu weisen: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt … – Auferstehung gibt es nur durch das Sterben. Die betenden Hände zeugen vom Vertrauen zu dem, dem der Verstorbene begegnen wird. Das haben wir herausgefunden. Und der Autor der genannten Seite schreibt: „Der christliche Friedhof ist ein Ort der Trauer, Besinnung, Hoffnung und ein Ort der Verkündigung. In unserer kulturellen Tradition ist der Friedhof ein Begräbnisort, ein Gedenkort zur Trauerbewältigung, aber auch ein Ort der Verkündigung der Auferstehung Jesu (…) jeder Einzelne sollte darüber nachdenken, an wen und an was sein Denkmal einmal erinnern soll …“. Den Menschen hinter meinem Namen auf dem Grabstein wird bald keiner mehr kennen. Doch das Symbol kann weiterweisen auf den, der Leben schenkt. Auf dem Friedhof war auch ein Grabstein, an dem Teile eines PC hingen. Er war PC-Fan. Nun: Er war. Da ist nichts mehr, das von einem „er ist“ Zeugnis gibt, wie die Grabsteine mit Kreuz, Traube, Ähre.