Islam verstehen 1

Informiere dich erst einmal über den Islam, sagte er damals zu mir. Ich tat es: Erst liest man den Koran, manches stößt ein wenig auf. Man versucht, diese Aussagen aus der Zeit heraus zu verstehen. Dann die Hadithen – in der gereinigten deutschen Fassung – versteht sich. Und es stößt noch mehr auf. Und man sagt sich: Nun ja, die Nachrichten der Hadithen sind erst lange Zeit nach Mohammed aufgeschrieben worden. Dann beginnt man in vollständigeren englischen Übersetzungen zu lesen. Und man sagt sich als einer, der an der Bibel historisch-kritisch geschult ist: Man muss dies und jenes nur anders interpretieren – aber schnell wird da ein Riegel vorgeschoben: Das darf man nicht, das verfälscht Allahs Wort. Und dann schaut man sich die Fatwas an (http://www.islaminstitut.de/Fatawa-Rechtsgutachten.10.0.html), die Situation in den islamischen Ländern, die Scharia, das Leben Mohammeds – und dann kann und mag man nichts mehr verteidigen, weil viele das, was einem aufgestoßen ist, als Allahs Willen realisieren wollen. Das beste Mittel, dem Islam Anerkennung zu verschaffen, heißt: den Koran und die Hadithen zu verbieten. — Wir Ungläubigen verstehen die Texte nur nicht, weil wir diese nicht auf arabisch lesen. Nun, ob das, was ich gelesen habe, dazu in der Lage ist, mich motivieren zu können, arabisch zu lernen? Der Buddhist würde, wenn er wieder das Glück hat, als Mensch auf die Erde zu kommen, wohl sagen: Im nächsten Leben.