Islam und Dialog 2: Freiheit + Gesetz

(Fortsetzung vom 25.8.) Der menschenfreundliche Umgang Gottes hat von Jesus Christus her gesehen einen ganz anderen Stellenwert als Moslems im Koran lesen können. Ebenso hat der Umgang der Menschen untereinander in neutestamentlichen Schriften eine andere Qualität als im Koran. Auch wenn der Mensch religiöse Gesetze als Lebensstütze und Sicherheit wohl mehrheitlich lieber mag als Freiheit – an der Freiheit, die Gott dem Menschen lässt, kann vom Neuen Testament her gesehen nicht gerüttelt werden. Was für eine Freiheit strahlt Jesus Christus aus. Aber auch Paulus als Nachfolger Jesu spricht vor allem im Galaterbrief: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ (Gal 5,1). Das gilt auch dann, wenn selbst Kirchen immer wieder – als Nachfolger der törichten Galater (Gal 3,1) – kräftigst daran rütteln. Wer diesen Aussagen widersprechen möchte, tue es – immer her damit, ich lasse mich gerne eines Besseren belehren -, aber erst Neues Testament und Koran lesen! 

(Anzumerken ist, dass die koranischen Gesetze nicht allein religiöser Natur sind, sondern mit den Hadithen das gesamte Zusammenleben regeln wollen – was für das Neue Testament undenkbar ist, da von seiner Grundlage aus der einzelne Glaubende den Heiligen Geist hat und in Verantwortung vor Gott im Miteinander der Gemeinde selbst sein Leben führen muss.) 

(Fortsetzung folgt)