Macht euch die Erde untertan

Macht euch die Erde untertan … (1. Mose 1,28). Ein Wort, das dem frisch geschaffenen Menschen im Paradies von Gott zugesprochen wurde – begeisternd auch, weil dem Lustvolles vorangeht: Seid fruchtbar und mehret euch. Als der Mensch dann wegen ungebührlichen Verhaltens – einer Art Sucht nach Macht – aus dem Paradies vertrieben worden ist, hat er natürlich diese Aufträge sehr gerne mitgenommen. Seitdem versucht er Gott die Erde aus den Händen zu reißen und sich in Fragen der Sexualität nicht reinreden zu lassen. Und weil er unter seinem eigenen Tun leidet, klagt er immer wieder: „Dieser Auftrag, Gott, war gar nicht gut!“ Dass er ihn sozusagen aus dem Paradies ergaunert hat, dass er selbst für das Dilemma verantwortlich ist – das verdrängen wir mal lieber ganz schnell.