Weltverbesserer

Die inflationäre Verwendung dieses Wortes „Weltverbesserer“ hinterlässt in mir nicht nur ein eigenartiges Gefühl, sondern eher ein sorgenvolles: Nachdem die Sowjetunion gefallen war, blühten die Phantasien: Neue Weltordnung hieß das Thema auf der Agenda. Und was folgte? Der totale Zusammenbruch auf allen Ebenen. Nun: Lesende des Alten Testaments – der Geschichte vom Turmbau zu Babel – wissen die Weltgeschichte manchmal aus einer anderen Pespektive zu deuten. Und die lautet: Hochmut führt zum Fall auch der Nationen – nicht nur zum Fall des Einzelnen. Richtiger gesagt: Gott bringt die Nationen zum Fallen, wenn sie ihre Wege ohne bzw. gegen ihn gehen. Es ist interessant zu sehen, dass die Evolutionslehre den Menschen klein macht – dass aber der kleingemachte Mensch sich Dinge anmaßt, die ein paar Schuhnummern zu groß für ihn sind.

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Müntefering

Es gibt Worte, die kleben an einem Menschen wie Kaugummi im Haar. Müntefering meint, dass die SPD nicht mit der Linken zusammengehen werde. Das ehrt ihn. Nun sinngemäߠdas Klebewort, dass er gesagt haben soll: Es sei nicht fair, Politiker nach der Wahl an den Worten zu messen, die sie vor der Wahl gesagt haben – weil die Situation nach der Wahl eine andere sein kann – was im folgenden Interview die Bundeskanzlerin in etwa unterstützt (http://www.bundeskanzlerin.de/nn_5300/Content/DE/Interview/2006/10/2006-10-12-interview-merkel-bunte.html). Wat nu? Auch nach der kommenden Wahl können sich ganz furchtbar schnell überraschende Perspektiven auftun, an die kein Mensch gedacht hat – nun ja, mancher nicht, mancher in öffentlichen Reden nicht …

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Blog-Hinweise

Auf drei gute Darstellungen in pi möchte ich hinweisen:

http://www.pi-news.net/2009/01/der-verrat-an-walter-m/#more-38403

http://www.pi-news.net/2009/01/bin-ich-islamophob/#more-38022

http://www.pi-news.net/2009/01/die-angst-vor-dem-machtverlust/#more-38486

Ich weise in meinem Blog immer wieder auf gute Beiträge anderer Blogs, weil ich davon ausgehe, dass zahlreiche meiner Leserinnen und Leser die Diskussionen noch nicht kennen – und nun sehen: Da gibt es auch andere, die so ähnlich denken wie ich. Das macht hoffentlich Mut, eigene Ansichten zu äußern und auch dazu zu stehen. Freilich weiß ich, dass einige der von mir angegeben Seiten von manchen politischen Gegnern sehr angefeindet werden. Aber was solls. Wo diese Blogger Recht haben, da haben sie Recht. Und da, wo sie falsch liegen, können meine Leserinnen und Leser es selbst beurteilen, weil sie mündige Bürger sind, die den Verstand eingeschaltet haben. In einer freien Demokratie (es gibt auch unfreie Demokratien – Demokratien, die das „Demokratie-Mäntelchen“ nur über diktatorische Anwandlungen übergezogen haben) darf jeder seine Meinung äußern – und nicht nur bei der Wahl die Wahl haben zwischen einander ähnlich werdenden Parteien.

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Fragen der Woche 2

Macht mich etwas unzufrieden?

Wie kann ich gegen das, was mich unzufrieden macht, gezielt, geplant, sachlich vorgehen, damit es kein Dorn in meinem Leben bleibt?

Wie kann ich meine Einstellung ändern, damit das, was mich unzufrieden macht, keine Macht mehr über meine Stimmung, mein Gefühl hat? 

Ich wünsche Ihnen, Stachel, die das Leben vielfach erschweren, loswerden zu können.  

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Esoterik 1

Esoterik ist auch eine Art Religion – zunächst besser: eine Weltanschauung. Das Weltbild: Die Welt ist eine Einheit, eine Ganzheit. Sie ist durchgeistigt von einer Macht, einer Energie – wenn man so will – nicht vom christlichen Gott, sondern vom Göttlichen. Dieses Göttliche durchdringt Mensch wie Stein, durchdringt die Zeiten, Positives wie Negatives. Das Ziel des Menschen besteht nun darin, alles in ein Gleichklang, in eine Balance zu bringen. Woher weiß ich von dem Göttlichen, davon, dass alles ins Gleichgewicht gebracht werden muss? Die Esoterik hat ihre Grundlage in der subjektiven Erfahrung – aber diese ist geprägt von ausgewählten Traditionen – und die werden von bestimmten Meistern usw. übermittelt: Keiner käme von sich aus auf die Idee, das Ying-Yang-Prinzip zu finden und in eine Weltanschauung einzubinden, wenn es denn nicht entsprechende Traditionen gibt, die dann von „weisen“ Menschen gelehrt werden. Der Anspruch besteht allerdings darin, dass Menschen dieses Prinzip subjektiv erfahren können. Im Grunde ist das Prinzip aller Religionen auch hier wieder zu erkennen: Man fühlt etwas, hat Sehnsucht, einer sagt, wonach man diese Sehnsucht hat, man traut ihm, findet es in sich wieder. Von daher sind all die Selbstabgrenzungen von Religion Scheingefechte. Scheingefechte, die aber einen tieferen Hintergrund haben: Die Behauptung, dass all das nicht Glaubenssache sei, sondern wissenschaftlich begründet. (Fortsetzung folgt.)

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Obama

Obama bat um Gottes Segen – auch ich wünsche ihm um der Menschen Willen den Segen Gottes. Er sprach von Gott im Rücken – auch ich wünsche ihm Gott, den Jesus und wir Vater nennen, als Stärke im Rücken. Gespannt bin ich, wie er mit diesen Erwartungen, die Menschen an ihn stellen, umgehen kann – zum Glück leben die Amerikaner in einer Demokratie und nicht in einer Dikatur, und hoffe, es bleibt so. Ich hoffe auch, er kann den Schandfleck Guantanamo schließen, damit dieser zum Symbol der Folter gewordene Ort nicht die amerikanische Politik begleitet. Die Schließung wurde zwar schon in die Wege geleitet – eine schnelle Umsetzung wäre jedoch wichtig. Sicher, an anderen Orten wird schlimmer gefoltert, mehr gefoltert, verborgener gefoltert – alles richtig. Aber Folter kann nicht aufgerechnet werden – weil es nicht um die Menge, sondern um den Einzelnen geht – und ist einer Demokratie, die auf unsere aufgeklärte-christliche Vorstellung von Menschenrechten basiert, unwürdig. Soweit ich bisher beobachten konnte, macht Obama das beliebte Bush-Bashing-Spiel nicht mit, in dem dieser für alles Mögliche verantwortlich gemacht wird. Solche Spiele lassen eine Mentalität aus voraufgeklärten Zeiten erkennen – als der Herrscher sogar für Heuschrecken und Dürre im Land verantwortlich gemacht wurde. Vielleicht ist da was dran …? 🙁  

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Erdogan der Ehrliche

Erdogan ist soweit ehrlich – doch will man ihm wohl nicht glauben: Entweder in die EU oder keine Pipeline (http://fact-fiction.net/?p=1709); oder: seine Tiraden gegen Israel (http://www.welt.de/politik/article3055409/Warum-die-Tuerkei-die-Beziehungen-zu-Israel-riskiert.html); oder: es gibt keinen Unterschied zwischen moderatem Islam und nicht-moderatem Islam; oder: Moscheen sind Kasernen, Gläubige sind Soldaten (http://www.pi-news.net/2007/08/erdogan-es-gibt-keinen-moderaten-islam/) oder: wohnen in Deutschland: ja – Assimilation: nein (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,534320,00.html). Er sagt alles – und offizielle Stellen schnarchen mal kurz lauter – und dann schlafen sie feste weiter …?

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Ypsilanti

Jede Blogleserin und jeder Blogleser weiß, dass ich Ypsilantis Tun befremdend fand, dass ich ihr Handeln nicht gerade freundlich kommentiert habe. Dass jetzt ein paar Ortsverbände über sie herfallen – das war zwar zu vermuten gewesen – aber dass sie Ypsilanti jetzt schubsen und beißen und sich dabei noch gegenseitig übertrumpfen wollen, zeigt doch, was für Kleingeister nun schon wieder den Mund aufreißen. Vor der Wahlniederlage haben bis auf wenig Mutige alle mitgemacht – und nach den 4 Abweichlern getreten. Jetzt treten sie Ypsilanti. Man mag zwar denken, das geschieht ihr recht, das ist gerecht – aber ich denke eher: Was für armselige Fieslinge. Statt jetzt zu versuchen, mit vereinten Kräften den Karren aus dem Dreck zu ziehen, schubsen sie wieder ein paar, die in Ungnade gefallen sind, herum – und merken gar nicht: Je mehr sie wegbeißen, desto weniger schaffen sie es.   

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Leiden

Wie kann Gott Leiden zulassen? Wenn man bedenkt, was alles Leiden verursachen kann, kann man diese Frage nicht mehr stellen. Nicht nur anerkannt große Leiden, sondern auch die vielen alltäglichen Leiden sind für den, der sie gerade erfährt, groß. Es müsste eher die Frage nach der Leidensfähigkeit gestellt werden. Wie kann Gott Leidensfähigkeit zulassen? Wenn es diese jedoch nicht mehr gäbe, wären wir noch Menschen? — Das soll kein Versuch sein, die Theodizee-Frage zu beantworten. Ist nur ein Gedanke. 

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Dank und Klage

Jeder Dank für Bewahrung durch Gott ist eine Anklage für Nichtbewahrungen.

Dann wäre ja auch jede Klage über Nichtbewahrung durch Gott ein Dank für Bewahrung.

Dank und Klage haben ihren jeweiligen Platz im Erleben.

Zeigt das Bekenntnis, dass man etwas nicht weiß, Dummheit oder Ehrlichkeit? Die Erkenntnis, dass man etwas nicht weiß, muss jedoch nicht dazu führen, dass man es nicht mehr wissen will. Man muss sogar darum ringen, kämpfen – dazu hält Gott uns wach, weil Teiletappen nur so zu bewältigen sind – bis unser Kämpfen in Gott seine Ruhe findet. Das mag ich an den Agnostikern und Atheisten: Sie stellen unsere Fragen, Fragen, die wir manchmal aus Bequemlichkeit nicht mehr gerne hören wollen.  

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