Grundgesetz

Da rumort es in vielen … Wenn Voraussetzung für das Grundgesetz der christliche Glaube sein soll (http://www.pro-medienmagazin.de/themen/politik/politik-single/datum/23/04/2009/paul-kirchhof-christlicher-glaube-voraussetzung-fuer-grundgesetz/) – dann schnellstens weg damit. Die moderne Gesellschaft ist so modern, dass sie auch ohne das Christentum ein tolles Grundgesetz hinbekommt. Alle davon Betroffenen werden weinen – nicht vor Freude.

Das mag für viele ein Rätselwort sein, das ich auch nicht näher erläutern möchte: Ich habe den Eindruck, dass Chavez – der Venezuela gegen die bürgerlichen Kräfte – umkrempeln möchte, auch in den Köpfen vieler unseres Landes herumspukt; Chavez ist gar nicht so weit weg. Chavezierung unserer Gesellschaft …

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Verlässt den Saal

Das nicht arabisch sprechende Publikum verlässt den Saal: http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dolo/kultur/Kultur-in-Dortmund;art13731,545418 (gefunden über: http://fact-fiction.net/) – es fühlte sich bedroht von der aggressiver werdenden Stimmung unter den arabisch sprechenden Besuchern.
Übrigens findet sich bei Kewil noch ein interessanter Hinweis auf das politische Handeln der türkischen Regierung: http://fact-fiction.net/?p=2186#more-2186. Aber solche Erfahrungsberichte interessiert Entscheidungsträger wohl kaum.  
Ich bin mal gespannt, wann den betroffenen Frauen das herrschaftliche (besser: herrische) Verhalten ihrer religiösen Führer zum Hals raus hängt: http://www.kybeline.com/2009/04/26/frauensport-ist-unislamisch/#more-4018

Nachtrag: fact-fiction (Kewil) ist zur Zeit lahm gelegt. Kritische Seiten wurden in den letzten Monaten immer wieder mal von Gegnern der freien Meinungsäußerung lahm gelegt. Was freilich jetzt im Hintergrund steht, ist mir nicht bekannt.

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Allah

Was Allah gehört, darf man Jahwe (Gott) nicht mehr geben: http://www.factum-magazin.ch/wFactum_de/aktuell/2009_04_28_Todesurteil_wegen_Landverkauf.php. Allah will die Erde beherrschen. Und Muslime kämpfen dafür, wie wir in letzten Wochen immer wieder aus Saudi Arabischem und Pakistanischem Mund gehört haben. Darum muss Spanien wieder zurück an die Moslems usw. und Moscheen sind so eine Art Brückenkopf Allahs. Juden und Christen sind da nicht so sensibel: Weil Jahwe als Schöpfer die Erde schon längst gehört. Er sucht freilich in Liebe die Herzen der Menschen zu gewinnen.

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Obamas-Flugmanöver

Glaubt jemand meiner Leserinnen und Leser, dass das Obama-Flugzeug nur so herumflog, um ein paar Bilder von der Freiheitsstatue zu schießen? So ein riesen Ding wird gechartert, nur wegen Fotos? Zusammen mit einer Militärmaschine? Irgendwie bleibt mir da der Mund offen stehen …

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Bibel

(Bibel 1) Wie ist die Bibel entstanden? Die Bibel unserer christlichen Tradition hat zwei Teile: Das so genannte Alte Testament und das Neue Testament. Vielfach sucht man nach adäquaten Begriffen, um die Worte „Alt“ und „Neu“ zu ersetzen, weil man sie als disqualifizierend ansieht: das jüdische Testament = alt und das christliche Testament = neu. Diese Formulierung ist aber nicht gut. Denn wenn man sagt: die jüdische Bibel und die christliche Bibel, sagt man ja automatisch, dass die jüdische Bibel christlich nicht relevant sei. Besser ist es, von hebräischer (= Altes Testament) und griechischer (= Neues Testament) Bibel zu sprechen, was aber auch Fehler beinhaltet. Ich bleibe bei der alten Terminologie, weil ja „alt“ nicht negativ bewertet werden muss – wie auch neu nicht unbedingt positiv. Altes wie Neues Testament bestehen aus einer Sammlung von Schriften, die im Laufe von über 1000 Jahren entstanden sind. Brainstormingartig zusammengefasst: Es handelt sich um Werke, die geschichtliche Themen behandeln (Bücher Mose, Könige, Samuel, Evangelien, Apostelgeschichte usw.), in ihnen finden wir poetische Werke (Psalmen, Hohelied, dazu gehört für mich in gewisser Weise auch die Offenbarung des Johannes), Biographien (Propheten, Jesus), Briefe (Paulus), kleine literarische Kostbarkeiten (Jona, Ruth). Insgesamt hat das Alte Testament 39 und das Neue Testament 27 Schriften – die Zahlen können voneinander abweichen – darüber später.

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Neues aus der Wissenschaft

Wer Neues aus der Wissenschaft sucht, findet eine Fülle auf http://www.wissenschaft-online.de/ Mich selbst interessiert vor allem, ob Zeichen der Induskultur eine Schrift sind oder allein Symbole. Was dem jeweiligen an Wissenschaft spannend ist, hängt wohl mit der Vorbildung zu dem jeweiligen Thema zusammen. Die „Biologische Funktion des Markerproteins“ mag relevanter sein – ich kann das jedoch nicht einschätzen. Aber ist das für Wissenschaft überhaupt eine Frage, ob dies oder jenes relevanter ist? Wofür relevanter? Ist nicht alles, was Erkenntnisfortschritt bringt per se relevant? Erweist sich nicht jeder, der nur seine Lieblingsthemen als relevant ansieht als Wissenschafts-Dilettant – auch wenn er noch so ein großer Wissenschaftler sein sollte?

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Kultur

Einen immensen Beitrag zu unserer europäischen und amerikanischen Kultur hat die Bibel geleistet. Das gilt auch dann, wenn in der Gegenwart immer wieder Stimmen auftauchen, die sagen: Bach hätte auch was anderes komponiert, wenn er nicht gerade von Kirchens bezahlt worden wäre, oder die Maler hätten andere Dinge gemalt, wenn sie nicht gerade von Kirchens bezahlt worden wären usw. usw. Der Versuch, die Vergangenheit zu säkularisieren, kommt nun mal nicht darum herum, einzusehen, dass unsere Kultur wesentliche Impulse aus der Bibel erfahren hat. Warum haben eigentlich die christlichen Maler, Komponisten, Dichter, Architekten der menschlichen Kultur so weiterführende Impulse gegeben? Damit seien andere Kulturen und ihre Kunst nicht disqualifiziert. (Wenn ich einem Kind sage: Du bist schlau und gut, sage ich ja nicht, dass andere Kinder dumm und schlecht sind.) Warum haben eigentlich Kirchens die Kultur gefördert? Man möge mir verzeihen, wenn ich immer nur Blog-gemäße kurze Antworten gebe und sie nicht umfassend wissenschaftlich begründend darstelle. Wesentlicher Impuls war die Bildung der Menschen – die biblische Bildung. Ganze Bibelzyklen wurden den Menschen, die nicht lesen und schreiben konnten, buchstäblich vor Augen gemalt. Aber auch einzelne Bilder mit ihren seelsorgerlichen, tröstenden Zielen sind vielfach aufgenommen worden – zum Beispiel Jesus als Hirte, der das Schäfchen trägt. Am Beispiel Jesus als Hirte lässt sich freilich auch gut zeigen, dass unsere Kultur auf den Schultern der griechisch-römischen Tradition steht, da es dieses Motiv bereits gab. Aber nicht alle Motive wurden Christen wichtig (zum Beispiel der liebestolle Pan), sie hatten einen Filter, durch den einzelne Motive aufgenommen wurden und andere fallen gelassen wurden. Der Filter war vielfach die Bibel. Um beim Beispiel zu bleiben, wenn Jesus laut Evangelien davon spricht, dass er der gute Hirte sei, wurde dieses Motiv aufgegriffen und vertieft.  

Zum guten Hirten: http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Good_shepherd und  http://www.biblical-art.com/words_phrases1.asp?words=good%20shepherd&alt=2&pagenum=2  

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Der Besuch

Wir haben vor ein paar Monaten Besuch bekommen. Nach ein paar Wochen fanden wir unsere Zahnbürsten zur Seite geschoben – und ihre Zahnbürsten waren leichter zugänglich hingestellt. Die beiden argumentierten damit, dass es ungerecht sei, dass unsere Zahnbürsten immer da gestanden hätten. Nun ja, wir sind freundliche Menschen und sagten: „Schön, die Ablage vor dem Spiegel hat ja genug Platz.“ Zwei Tage später waren unsere Zahnbürsten weggestellt. Der Besuch meinte, sie hätten zu wenig Platz auf der Ablage gehabt, es sei ja unsere Pflicht als Gastgeber, alles zu tun, was ihnen gut täte. Nun, wir machten gute Mine zum bösen Spiel, und freuten uns, dass es dem Besuch bei uns so gut gefällt und dass sie sich ja, wie wir immer sagten, wie zu Hause fühlten. Weihnachten stand vor der Tür. Wir begannen die Zimmer zu schmücken, da sagten die Besucher, wir sollten es unterlassen, weil sie sich dadurch nicht wohl fühlen würden, das passe nicht zu deren ästhetischem Empfinden. Ein Kerzchen erlaubten sie uns und einen Adventskranz mit drei Kerzen. Diesen Adventskranz gestatteten sie, weil er nicht symbolisch zu verstehen sei. Eine Woche verstrich, unser Besuch lud ein paar Freunde ein. Sie baten um unser Wohnzimmer, damit sie diese gut empfangen könnten. Wir erlaubten es freudig, es ist doch schön, wenn Menschen sich bei uns so wohl fühlen. Dann sahen wir, wie die Freunde des Besuchs Matratzen mitbrachten und ein wenig notwendigen Hausrat. Das wurde im Zimmer deponiert, „damit wir uns wohlfühlen“ haben sie gesagt. Nach ein paar Tagen waren die Freunde unseres Besuchs noch immer da und begannen in der Küche ihre Gerichte zu kochen. Bald hatten wir auch keinen Platz mehr am Esstisch. Da fragten wir vorsichtig an, wann sie denn gehen würden. „Wieso,“ fragte unser Besuch, „habt ihr was gegen unsere Freunde?“ „Nein, nein,“ sagten wir, „aber es ist doch unser Haus, und wir würden gerne wieder mal ins Wohnzimmer und die Küche für uns haben.“ „Was seid ihr nur für schäbige Gastgeber! Wenn ihr so fordernd seid,“ sagten sie uns, „dann holen wir noch mehr von unseren Freunden.“ Es sei sowieso schon mal gut, deren Gewohnheiten besser kennenzulernen. Denn sie würden gerne länger bleiben, da wir zwar keine guten Gastgeber seien, aber die Wohnung sei recht gut. Die Freunde unseres Besuchs wurden immer mehr. Wir konnten auch schon nicht mehr in die Vorratskammer, der Hof war sowieso schon immer mit deren Autos zugeparkt. Als wir dann wieder mal was sagten, fragten sie, ob wir eigentlich noch was zu sagen hätten, weil sie ja längst in der Mehrheit seien. Aber das Geld, das wir hätten, sei doch ganz gut, aber sie kämen auch ohne uns über die Runden. Überhaupt, das Haus hätte uns ja nie wirklich gehört. Wenn wir ausziehen wollten, dann sollten wir das Licht hinter uns aus machen und die Tür zuziehen… Ja, gehörte uns das Haus eigentlich? Gehört es nicht allen Menschen? Wie kommen wir dazu, es als unser Haus anzusehen? Als wir draußen waren, merkten wir, wie sehr wir doch die Freiheit, die Luft, die stille Ruhe der Natur vermisst hatten.

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