Tsvangirai † + Zuma und Ramaphosa

Der Oppositionspolitiker Tsvangirai aus Simbabwe ist gestorben. Ein mutiger Mann: https://www.tagesschau.de/ausland/simbabwe-tsvangirai-101.html

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Ich freue mich für Südafrika, dass Zuma die Macht verloren hat und auch wohl – zumindest sieht es so aus – friedlich geht. Es mag gut sein, dass Ramaphosa kommt, der ehemalige Wunschkandidat Mandelas, wie es heißt. Was ich allerdings nicht verstehe: Deutet dieser immense Besitz auf ehrliche Arbeit hin oder wird der Bekämpfer der Korruption sich bald selbst bekämpfen müssen? http://www.tagesschau.de/ausland/ramaphosa-105.html

Dazu Volker Seitz: http://www.achgut.com/artikel/suedafrika_raeumt_der_neue_auf

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Beleidigung der türkischen Gemeinde + Yücel + „Darth Vader“ = Beleidigung

Es ist ja nicht allein die Bezeichnung der türkischen Gemeinde, die vollkommen daneben ist, es ist der gesamte Satz: http://www.tagesschau.de/inland/poggenburg-107.html

Auch wenn er juristisch nicht belangt werden könnte, sind solche Aussagen unter aller Kritik. Und wenn man durch Alkohol nicht mehr so ganz bei Sinnen ist, sollte man den Mund halten.

Wir benötigen keine Spaltungen der Menschen in unserem Land. Wir müssen gemeinsam zum Wohl unseres Landes – damit auch zu unserem Zusammenleben – handeln und reden.

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Ein freier Yücel befreit noch nicht die Menschenrechte – auch wenn man froh sein kann, dass er freigelassen wurde: http://www.spiegel.de/politik/ausland/deniz-yuecel-bundesregierung-darf-nicht-zur-tagesordnung-uebergehen-kommentar-a-1193904.html

Andere fliehen auch aus der Türkei – wenn dieser Info zu trauen ist: https://dtj-online.de/ertrunkene-kinder-auf-der-flucht-vor-erdogan-fluechtlingsboot-auf-grenzfluss-zu-griechenland-gekentert-93634

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Darth Vader ist eine Beleidigung – darum verlor der Pfadfinder seinen Job: http://www.epochtimes.de/politik/europa/britischer-pfadfinder-vergleicht-muslimin-mit-darth-vader-gekuendigt-a2348963.html

Darth Vader eine Beleidigung? Er hatte es zu einer Muslima mit Niqab gesagt. Sie ist übrigens mit dem Niqab Kanu gefahren. Ist das in Großbritannien erlaubt – nicht zu gefährlich?

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Amok + Attentat verhindert

Versuchen sich die Amok-Kriminellen auch noch gegenseitig zu übertrumpfen? Wenn man sich diese Vorgehensweise ansieht, dann kann man zu dem Schluss kommen. Weil sie keinen Krieg haben, versuchen sie sich gegen Wehrlose: http://www.tagesschau.de/ausland/florida-schulschiesserei-103.html

Ich weiß, dass manche davor zurückschrecken, diese Leute als Kriminelle zu bezeichnen, weil sie psychische Probleme haben. Aber irgendwie muss man doch psychisch Kranke, die andere nicht gefährden, von diesen trennen, damit nicht alle, die psychische Probleme haben, mit solchen verbunden werden.

Statt den Täter mit verbalen Samthandschuhen anzufassen, sollten die Opfer und deren Familien im Vordergrund stehen – aber wie kann man sein Erschrecken und Entsetzen angemessen zum Ausdruck bringen?

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Möglicherweise wurde in New York ein Attentat verhindert: http://www.tagesschau.de/ausland/bombenleger-in-der-bronx-101.html

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Bewaffnung und Nato + Macrons Drohungen + Russland ohne Meinungsfreiheit

Was ich immer nicht verstehe: Die Russen sollen an der Grenze sehr viele Leute stationiert haben. Und was will man nun auch machen? Viele an die Ostgrenze schicken bzw. leichter an die Ostgrenze schicken zu können. Dafür will man viel Geld ausgeben. Meine Frage: Was soll dieser Aktionismus? Wenn die Russen Lust hätten, Westeuropa anzugreifen, hätten sie es ja schon längst getan, wenn sie so dominant sind. Sie haben es noch nicht getan – also werden sie es auch nicht tun. Warum nicht? Westeuropa ist ja nicht wehrlos, die Luftwaffe und andere Waffengattungen sind so dominant, dass es auch für Russland nicht ohne Schaden sein wird.

Kurz gesagt: Die Nato scheint zu viel Geld zu haben, dass sie überflüssigen Aktionismus verbreitet. Oder verstehe ich was falsch? Vielleicht kann man die Russen auch dazu bringen, einen Teil von der Grenze abzuziehen – was aber nur geht, wenn man selbst nicht aufrüstet. Oder bin ich zu dumm, um diese militärische Weisheit verstehen zu können? http://www.tagesschau.de/ausland/nato-irak-101.html

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Was sollen eigentlich die Drohungen Macrons Richtung Syrien? Er weiß doch selbst, dass das keinen Sinn macht, so lange Russland und der Iran Syrien nicht im Stich lassen. Das heißt, es muss andere Gründe haben. Vor wem will er sich auf diese Weise profilieren?

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Ich verstehe auch nicht die Haltung Russlands. Warum diese Empfindlichkeit gegenüber Meinungsfreiheit? Hat die Hautevolee wirklich Angst? http://www.spiegel.de/politik/ausland/alexej-nawalny-russland-beginnt-zugang-zu-nawalny-blog-zu-sperren-a-1193667.html

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Sklaverei 3 : Weiterführung

Die Frage stellt sich nun mit Blick auf die Bibel. Sie ist Gottes Wort – und kämpft nicht gegen die äußere Sklaverei? Die Bibel hat wichtige Impulse durch innere Befreiung gegeben. Der Mensch ist nicht nur Sklave durch andere Menschen, sondern wird auch durch vieles andere abhängig: Krankheiten, Behinderungen, Ängste, soziale Verhältnisse…. Wie können abhängige Menschen – welcher Art auch immer – wirklich frei werden? Durch den Glauben an Jesus Christus, dadurch, dass man sich in den widrigsten Lebensumständen von Gott geliebt und frei wissen darf.

Aber hätten die Christen nicht intensiver auf die äußere Freiheit hinwirken können? Diese Frage ist schwer zu beantworten, weil die Menschen in all ihren Zeiten Teil der Zeiten sind. Es sind Barrieren in den Köpfen abzubauen, es ist erst einmal deutlich zu werden, dass ein Problem besteht. So denken wir zum Beispiel an uns heute: Warum gibt es noch immer Sklaverei? Warum schaffen wir sie nicht ab? Vor diesem Problem stand auch die kleine christliche Gemeinde, die ihrerseits ja kein Ansehen hatte, weil sie vielfach aus verachteten Sklaven bestanden hat. Wir können einfach nur erschüttert sehen, wie schwer es ist, menschliche/humane Verhältnisse durchzusetzen – bis heute. Vielleicht ein Verstehensversuch: Schaffen wir einmal alle hilfreichen Geräte ab – wie würden wir klar kommen?

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Die Rechts-Ordnung gibt vor, dass es Sklaven gibt. Die Natur gibt vor, dass es Sklaven gibt. Jeder denkende Mensch sieht also ein: Es muss Sklaven geben. Alle Völker, Stämme, die etwas auf sich halten, haben Sklaven. Ohne Sklaven gibt es nur Schwäche und Niedergang.  Sklavenbefreiung bringt Unordnung, Unfrieden, Krieg. (Pax = Vertrag/Ordnung.) Ziel ist Ordnung, also Frieden, das heißt: Es muss Sklaven geben. Jeder, der für die Sklavenbefreiung eintritt, ist gegen Frieden.

So dachte man in der Antike. Dieses Denken muss langsam aber sicher verändert werden. Das geschah durch die christliche Botschaft. Aus heutiger Perspektive zu langsam. Aber… – siehe unten.

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Ich denke, man sollte etwas anderes auch beachten: Vielleicht ist uns heute die körperliche Freiheit wichtiger als sie den Menschen damals war. Sie haben erkannt, dass die äußere Freiheit nicht gegen die Ordnung (von Natur aus…), gegen das Recht erreichbar war – aber die innere Freiheit. Und diese innere Freiheit zu der der christliche Glaube verhalf, vereinte eben Herren und Sklaven und führte dazu, dass wenn man wirklich Jesus Christus gehörte, ein humaner Umgang herrschte. Freiheit von Sünde, von Tod, sich in Widrigkeiten frei zu fühlen ist wichtiger als die äußere Freiheit. Ich weiß nicht, aber vielleicht sollten wir auch das berücksichtigen in der Diskussion – auch wenn es aus unserem Weltbild heraus nicht akzeptabel ist.

Und so dauerte es lange, bis Menschen die innere Freiheit und die äußere Freiheit gleichermaßen wichtig nahmen und durchzusetzen versuchen. Die äußere Freiheit – die war Jesus nicht unwichtig. Er hatte eine ganzheitliche Sicht im Blick.

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Interessant ist nun, dass die Gemeinde so eine Art Parallelwelt aufbauen wollte: In der Gemeinde zählt allein Gottes Wille, seine Vorstellung von einem guten Zusammenleben – außerhalb ist die Welt des Sündenfalls. Aber die Welt der Gemeinde kann in die Welt des Sündenfalls durch die Menschen, die zur Gemeinde gehören, hineinwirken und sie verändern.

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Friede: (a) Innerer Friede – (b) Friede mit Gott – (c) sozialer Friede – (d) Institutioneller Friede. Die Gemeinde bot den Sklaven (a) und (b) an, darüber hinaus (c) aber nur, soweit es das Leben in der Gemeinde betrifft. Außerhalb der Gemeinde gibt es Kampf und schweres Leben. Aber das betraf nicht nur die Sklaven, das betraf alle, die zur Gemeinde gehörten. Ausgrenzung, Verfolgung, körperliche Angriffe, Auseinandersetzungen, Überlebenskämpfe… (d) war niemandem im Blick, da der normale Mensch nichts zum Zusammenleben der Staaten tun konnte und kurzfristig wirklich Einfluss auf die Institutionen hatte.

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Mit Blick auf die Bibel als Gottes Wort im vielfach beschriebenen Sinn und mit Blick auf das Wirken des Heiligen Geistes: Glaube ist Prozess. In der Heiligen Schrift gibt es innovative Ansätze, die sich langsam aber sicher mit den Menschen, die diese erkennen, durchsetzen. Es gibt in ihr auch zeitbegrenzte Verdunkelungen (AT: Sklaven dürfen nur Menschen aus den Völkern sein) – aber gleichzeitig Fortschritte: humane Behandlung von Menschen. Es gibt zeitbegrenzte Einschränkungen, die sich aber über einen langen Zeitraum hinweg als wichtig erwiesen haben (Parallelwelt durchdringt die negative Welt). Heute setzen sich Gruppen für die Sklavenbefreiung ein. Das ist heute auch wichtig, weil in der Nachfolge Jesu (das, was man sich für das Reich Gottes erhofft, jetzt schon durchsetzen) diese Vorgehensweise möglich ist. Allerdings auch nur sehr beschränkt. Denn die Probleme: Wenn man Sklaven freikauft, werden neue gefangen genommen, wenn man sie befreit, muss man sie ernähren, medizinisch betreuen, beschulen, ausbilden – was aber vielfach kaum mehr möglich ist. Die Organisationen benötigen viel Geld, um ihrer wichtigen Arbeit nachzukommen. Und das heute in unserer reichen Zeit. Wie hätte das alles damals gehen sollen?

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Das ist keine Apologie. Das ist eine Aufforderung, sich mehr um diese Arbeit der Organisationen, die sich für die Befreiung von Sklaven einsetzen, zu kümmern.

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Sklaverei 2: Zusammenfassung

Sklaverei war in der Antike normal. Sie war Teil der Gesellschaft, bestimmte die Menschen. Gegen die Sklaverei wandte sich das Volk Israel, sofern es Menschen aus dem eigenen Volk betraf. Für die Behandlung von Menschen des eigenen Volkes, die der Schuldknechtschaft verfallen waren, gab es klare menschliche Regeln. Für Jesus spielte das Thema keine große Rolle, wohl weil es für ihn in den 1 bis 3 Jahren seines Wirkens in Galiläa andere Probleme gab, nichtsdestotrotz wird seine Zuwendung zu den Menschen Auswirkungen gehabt haben. Mit dem Übergang des Christentums zu den Heiden kam auch die Sklaverei in den Blick. Diese Ordnung/Recht der Sklaverei wurde von Paulus nicht in Frage gestellt, allerdings wurde sie unterlaufen: In der christlichen Gemeinde sind Sklaven und Herren eine Einheit, sie sind einander gleich gestellt. Von daher ist auch der Sklave Bruder – weil Jesus Sklave geworden ist – und ist als ein solcher zu behandeln. Noch etwas erkennen wir in den Paulusbriefen: In der Antike gehört der Sklave als ganzer Mensch dem menschlichen Herren. Paulus unterscheidet jedoch: Der Körper gehört dem Herrn – der Geist ist frei. Und diese Unterscheidung hat dann weitreichende Folgen. Es wurden viele Sklaven Christen.

Gegen diese grundlegende Ordnung der damaligen Zeit haben die Christen nur dadurch gerüttelt, dass sie die geistige Freiheit in der Gemeinde betonten. Das führte auch dazu, dass Sklaven Bildung bekamen. Man hielt allgemein daran fest, dass die Ordnung bestehen bleiben muss – aber gleichzeitig betonte man die innere Freiheit und kaufte auch Sklaven aus unterschiedlichsten Gründen frei. Erst der christliche Kaiser Justinian hat dann Gesetze geschaffen, dass Sklaven leichter freigelassen werden konnten. Die Klöster haben viel dazu beigetragen die Sklaverei abzuschaffen, weil jeder mit seinen eigenen Händen arbeiten solle. Und in diesem Stadium wurde auch die Christianisierung Europas weitergetrieben und entsprechend nahm die Sklaverei ab. Sie ist dann wieder aufgeblüht, als Amerika erobert wurde, wurde dann von der katholischen Kirche verboten, konnte aber aufgrund der Emanzipation des Frühkapitalismus und dem massiven Erstarken der Nationalstaaten von der katholischen Kirche nicht mehr durchgesetzt werden. Der christlichen Gruppe der Quäker entstammte im frühen 18. Jahrhundert eine Schrift gegen die Sklaverei, ein Sklaven freier Staat wurde dann mit Pennsylvania umgesetzt. Im 17./18. Jahrhundert haben Jesuiten eine entsprechende Schutzzone in Paraguay errichtet. Weltweit herrscht noch immer Sklaverei, die dann nach und nach auch auf Druck bzw. Wirken durch Christen beendet wurde (z.B. Wilberforce).

Allerdings gibt es sie heute noch – was man nicht übersehen darf. Es gibt heute mehr Sklaven als jemals zuvor – auch darum, weil es mehr Menschen gibt als jemals zuvor. Aber: weil es mehr Menschen gibt, die man versklaven kann, als jemals zuvor, sind auch Sklaven so billig, wie selten in der Antike. Höchstens nach Eroberungszügen brach manchmal der Sklavenmarkt zusammen, weil sie so billig waren. Aber das war nicht die Regel, während heute auf den Märkten die Sklaven allgemein sehr billig zu haben sind.

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Sklaverei 1: Details

Sklave ist ein Mensch, der nicht sich selbst gehört, der einem anderen gehört – und zwar ganz: mit Leib, Geist, Seele.

Sklaven waren in der Antike ein Bestandteil des gesellschaftlichen Systems. Ein sehr großer Teil der Bevölkerung bestand aus Sklaven. Eine kleine Oberschicht der Herren knebelte eine große Gruppe von Menschen. Das Leben von Sklaven konnte ungemein brutal sein, weil die Herrinnen und Herren mit ihnen machen konnten, was sie wollten. Man muss auch bedenken, was dieses Wissen, nicht sich selbst zu gehören, mit den Sklaven machte: Man ist wertlos, man hat keine Rechte, man ist im Grunde ein Tier, das einen Menschen gehörte. Reiche mussten zudem Sklaven haben, da es verpönt war, mit seinen eigenen Händen zu arbeiten. Manche benötigten gebildete Sklaven, um eben Kinder bilden zu können – es gab hohe Sklaven, wichtige Sklaven – aber sie waren Sklaven. Sklaven sind die Grundlage für Reichtum und Wohlergehen gewesen. Sklaven sind die Grundlage des Systems gewesen. Man darf nicht unterschätzen, wie massiv dieses System war. Die gesamte Gesellschaftsordnung war auf diesem System aufgebaut. Und begründet wurde dieses System unter anderem mit der Natur, der Ordnung – wie Aristoteles meint: Menschen werden zu Sklaven geboren – also müssen sie es auch sein.

Wir nennen es heute „strukturelle Gewalt“ – man ist eingebunden in ein System der Gewalt, merkt es vielfach nicht – und wenn man es merkt, kann man im Grunde kurzfristig als Individuum bzw. als kleine Gruppe nichts dagegen tun.

Im Orient waren übrigens alle Sklaven des Herrschers – auch die höchsten Beamten.

Israel

Das Volk Israel wurde aus der Sklaverei befreit. Von daher durfte das Volk keine jüdischen Sklaven haben. Es gab nur Schuldknechte, die nach einer bestimmten Zeit wieder entlassen werden mussten, es sei denn, sie wollten beim Chef bleiben (5. Buch Mose 15,12ff. / 3. Mose 25,1ff.), das heißt es gab Menschen, die sich selbst gehörten, aber sich anderen zur Verfügung stellten, oder wenn ein Sklave entlaufen ist und bei einem Schutz suchte, soll er ihn nicht ausliefern (Dtn 23,16ff.) Andererseits durften Nichtisraeliten gekauft werden und sie konnten dann dem eigenen Besitz zugeführt werden (3. Mose 25,44ff.). Eines der 10 Gebote sieht: Du sollst nicht deines Nächsten Haus, Frau, Knecht, Magd, Vieh und Sachbesitz verlangen (Dtn 5/Ex 20). Das schließt nicht Sklaverei im modernen Sinn ein, sondern steht im Kontext des Genannten. Am Sabbat durften übrigens auch Sklaven nicht arbeiten.

Im hebräischen Bereich wird der Begriff Sklave auch verwendet in dem Sinne, dass man als Mensch Gott gehört.

Jesus

Wie sieht das im NT aus? Bei Jesus sind Sklaven kein eigenes Thema. Sie werden in Gleichnissen genannt, um das Verhältnis zwischen Gott und Mensch zu verdeutlichen. Sie waren vermutlich kein Thema Jesu, weil Sklaverei in Galiläa kein relevantes Thema war.

Paulus

Als das Christentum dann in die heidnische Welt überging, wurde auch das Thema der Sklaverei relevant. Sklaven waren auch das Ziel der Verkündigung der frühen Kirche. Und so erhöhte sich das Ansehen der Sklaven in den kleinen Gemeinden. Sie wussten sich von Gott geliebt, sie waren keine Tiere, keine, die als Menschen Sklaven sein mussten, sie waren eben Teil derer, die sich vom Evangelium angesprochen fühlten. Und so bestand dann die Gemeinde bald sowohl aus Herren als auch aus Sklaven. Die christlichen Sklaven wussten sich – auch als Sklaven – frei. Diese Sicht, die auch die Stoiker verkündeten, man kann auch als Sklave frei sein, kam aus der hohen Philosophie hinunter zu den ganz normalen Alltagssklaven – sie wurde nicht nur gedacht, sondern auch realisiert.

Paulus thematisiert Sklaven ganz kurz, so im 1 Korintherbrief 7. Diese Stelle ist nicht eindeutig auszulegen: a) wenn du, Sklave, frei sein kannst, dann wolle es – oder: b) wenn du frei sein kannst, wolle lieber Sklave bleiben. Ich verstehe sie so: Paulus ruft Sklaven nicht dazu auf, Freiheit zu erkämpfen. Wenn sich aber die Gelegenheit bietet, sollen sie sie ergreifen, wenn sie sich nicht bietet, sind sie auch als Sklaven freie Menschen. Dass Paulus auf Sklaven eine positive Wirkung hatte, das sieht man daran, dass ein Sklave namens Onesimus, der dem Gemeindeglied Philemon gehörte, zu Paulus geflohen ist. Paulus schickt diesen zurück, aber mit der Auflage, ihn wie einen Bruder zu behandeln. Und diese Sicht war revolutionär. Sie wird auch in anderen Aussagen des Paulus deutlich: „Denn durch den Glauben an Jesus Christus seid ihr nun alle zu Kindern Gottes geworden. Ihr gehört zu Christus, weil ihr auf seinen Namen getauft seid. Jetzt ist es nicht mehr wichtig, ob ihr Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen seid: in Christus seid ihr alle eins.“ (Galater 3,26ff.; vgl. Apg 2,18) und im 1. Korintherbrief heißt es ähnlich, da wird nur noch hinzugefügt, dass sie alle zu dem einen Körper Jesus Christus gehören. Und das muss man sich vorstellen: In den Gemeinden sitzen beim Abendmahl auf einmal Menschen zusammen, die Herren früher als Vieh angesehen haben – und als Sklaven sitzt man auf einmal mit Herren zusammen, die einen verachtet haben, aber nun mit ihnen gemeinsam zur Einheit Jesu Christi gehört. Das konnte dann zu der Aufforderung führen, dass man dem Herren als Bruder umso gewissenhafter diente (1Tim 6,2). Das bedeutet, dass man als christliche Gemeinde nicht dadurch auffallen wollte, dass man der Sklavenbefreiung das Wort redete. Wobei zu sehen ist, dass die Sklavenbefreiung einfach kaum ein Thema war, sondern Sklaverei war Alltag – sogar christlich-religiös begründet – es ging jedoch darum, diesen Alltag zu humanisieren. Man muss an dieser Stelle bedenken, dass die Christen eine kleine Minderheit waren, die auch – vielfach als Sklaven – selbst ums Überleben kämpften.

Wichtig für die Botschaft ist auch die Sicht des Paulus, die in einem Lied formuliert wurde: Jesus war bei Gott und wurde Mensch, wurde Sklave bis zum Tod am Kreuz. Sklaven fanden in dem Gottessohn einen, mit dem sie sich identifizieren konnte.

Kirchenväter

Eine Verwandlung der Gesellschaft begann sich nur sehr langsam durchzusetzen. Denn auch innerhalb der Christen gab es Menschen, die wohl Sklaven hatten – das sagt nichts über deren Umgang mit den Menschen aus. Man konnte Sklaven haben und menschlich mit ihnen umgehen.

Clemens von Alexandrien (150-215) meinte, Sklaven unterscheiden sich im Aussehen und in ihrer Tugendhaftigkeit nicht von deren Besitzer, somit seien sie zu reduzieren – und die Besitzer sollten selber arbeiten. Frauen wie Sklaven dächten gleichermaßen über den christlichen Glauben nach, seien damit den Männern und Freien gleichgestellt. Diese Sicht ist insofern wichtig, weil Sklaven in der Regel als unfähige Wesen angesehen wurden – und nun von Christen Wertschätzung und Bildung erfahren haben. So kann immer wieder auch gesehen werden, dass Sklavinnen und Sklaven ihre Herrinnen und Herren zum christlichen Glauben führen konnten. Der berühmte Kritiker der Christen, Kelsos (ca. 150-200)  hat eben das dem Christentum vorgeworfen, dass sie stolz darauf seien, aus verworfenen Menschen zu bestehen. Aber diese verworfenen Menschen könnten sich nicht bessern. Indem Christen sich zu den Sklaven halten würden, würden sie zeigen, dass sie kluge Menschen nicht erreichen könnten. Origenes (185-254), der gegen Kelsos argumentierte, meinte: Man tue das auch weiterhin, auch wenn Kelsos dagegen sei, weil sie dadurch edel werden und durch das Wort Gottes frei werden würden. Kurz: Sklaven wussten sich von der Lehre und dem Handeln der Christen angesprochen – und wurden selbst Christen. Tatian (+170) meint, ein Christ müsse bedürfnislos sein, und wenn er das ist, dann sei für ihn das Freisein nicht wichtiger als das des Sklavendaseins. Äußere Lebensverhältnisse seien egal. Er sei ebenso bereit, dem Kaiser als Sklave zu dienen – aber wenn ihm befohlen würde, Gott zu leugnen, so würde er das nicht tun. Hieran wird sichtbar, dass der Herr keine vollkommene Macht mehr über den Sklaven hat. Und damit ist der Sklave frei – wie oben schon bei Paulus gesehen. Parallel dazu ist das Leben des Kallist (160-222) zu sehen. Er war wohl Sklave, wurde nach seiner Verhaftung und Freilassung als Sklave frei gelassen, ihm wurden in der christlichen Gemeinde wichtige Ämter zugewiesen, die er so gut ausführte, dass die Gemeinde ihn zum Bischof gewählt hat und nicht den berühmten Hieronymus. Er legitimierte dann die Heirat von christlichen Frauen mit Sklaven oder Freigelassenen als Ehe.

Für Laktanz (250-320) war Sklaverei weder natürlich noch gerecht. Dieser vom römischen Staat geförderten Ungleichheit wurde die Gleichheit in den christlichen Gemeinden entgegengestellt – aber diese Gleichheit sei nur eine spirituelle. Und das, was der christliche Glaube fordere, sei äußerst schwer zu realisieren. Entsprechend argumentierten auch die berühmten Christen, nachdem das Christentum als Religion anerkannt war und eine bedeutende Stimme wurde: ab 312. Ambrosius (339-397), Augustinus (354-430), Chrysostomos (349-407) haben alle gesagt, Sklaven sollen aufgrund ihrer geistlichen Befreiung durch Jesus Christus ihren Herren gehorsam sein – aber gleichzeitig brachten sie neben dieser geistlichen Freiheit auch die körperliche: Chrysostomos kaufte kriegsgefangene Sklaven frei. Parallel dazu schildert er das Verhältnis des Menschen zu Gott wie einen Sklaven: Man solle als Sklavenhalter so freundlich mit seinen Untergebenen umgehen, wie Gott mit den Herren umgeht, man solle Sklaven kaufen und freilassen. Vor allem galt es auch, neu Sklaven aufzukaufen, damit es keine neuen Sklaven gebe. Andererseits jedoch wird an Chrysostomos sichtbar, wie ambivalent sein Verhältnis zu Sklaven ist, dass er sie nicht als Ebenbürtig akzeptierte. Augustinus sah, dass Sklaverei nicht zur guten Schöpfung gehörte, dann aber durch den Sündenfall zum Teil des Menschen wurde. Nicht nur der Sklave war Sklave, sondern auch der Herr selbst wurde zum Sklaven, zum Sklaven der Sünde, der Triebe (Sex, Geiz…). Augustinus begründete Sklaverei – aber gleichzeitig kaufte er Sklaven von brutalen Herren ab. Und Geistliche sollen unter der Ägide von Augustinus Sklaven frei gelassen haben. An diesen Befreiungen sah er manchmal, dass es Menschen, die frei gelassen worden waren, nach der Freilassung schlechter ergangen ist als vorher. Von der Heiligen Melania (die Jüngere) (383-439) wird gesagt, dass sie ihre Sklaven freilassen wollte – doch es kam zu einem Aufstand der Sklaven. Auch Ambrosius nahm die stoische Sicht auf (gegen Aristoteles), dass niemand von Natur aus Sklave sei. Mit Paulus sieht er, dass Sklaven zum Leib Jesu dazugehören, und wenn einer am Leib leidet, so leiden alle mit – daraus folgt, dass der Sklave gut zu behandeln ist. Ebenso ist Gregor von Nyssa (335-394) eindeutig gegen die Sklaverei aufgetreten: Wer Sklaven kauft, übertritt das Gebot Gottes, der den Menschen zu seinem Ebenbild frei und autonom geschaffen hat. Entsprechend hat man dem Sklaven gegenüber mit Respekt zu begegnen. Aber auch er trat gegen Rechtsbruch ein, das heißt gegen die gewaltsame Sklavenbefreiung.

An diesen gewichtigen Männern wird deutlich, wie massiv die Sklaverei in der Gesellschaft, in den Hirnen der Menschen verankert gewesen ist. Erst unter dem christlichen Kaiser Justinian (527-565) wurden Gesetze, die die Freilassung von Sklaven behinderten, aufgehoben. Parallel dazu sehen wir aber, dass der christliche Glaube für Sklaven sehr wichtig geworden ist. Warum? Wie oben gesehen: Sklaven gehören ganz ihren Herren – und das Christentum zeigte: Der Körper gehört den Herren – aber euer Geist gehört ihnen nicht. Ihr seid durch Christus befreit.

Klöster

Im weiteren Verlauf haben Mönche dazu beigetragen, dass die Sklaverei vor allem dann auch seit dem 7.-9. Jahrhundert zurückging, da man mit eigener Hände Arbeit wirken musste. Zudem wurden immer mehr Sklaven Mönche und Bischöfe, was dann auch zu einer Veränderung der Sklaverei beigetragen hat. Es gibt berühmte Beispiele dafür, dass Sklaven befreit wurden – aber gerade auch die berühmten Beispiele zeigen, dass es nicht üblich war.

Mit der Christianisierung Europas verschwand dann auch im Laufe der Zeit der Sklavenhandel, der im muslimischen Bereich weiter bestanden hat.

Der Sklavenhandel blühte dann wieder mit der Entdeckung Amerikas auf. Die Päpste Nikolaus V. Und Alexander VI. haben diese im 15. Jahrhundert erlaubt. Im 16. Jahrhundert verbot Paul III. die Sklaverei. In katholischen Bereichen wurde sie immer weiter zurückgedrängt. Die Kirche hatte aber immer weniger Macht – vor allem angesichts des entstehenden Frühkapitalismus in protestantischen Ländern, sodass die Sklaverei blühte. 1718 wurde von dem (christlichen) Quäker Burling eine Schrift gegen die Sklaverei veröffentlicht, der Quäker-Staat Pennsylvania schaffte die Sklaverei ab und im weiteren Verlauf wurde auch unter massivem Einwirken von einzelnen Christen (z.B. Wilberforce) die Sklaverei bekämpft.

Und auch heute gibt es noch weltweit Sklaverei. Dagegen wenden sich (auch christliche) Organisationen wie zum Beispiel: Anti-Slavery-International (die wohl älteste internationale Menschenrechtsorganisation die noch in die Wilberforce Zeit hineinreicht), International Justice Mission, terres des hommes.

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Oxfam im Fokus + Transgender

Wenn Mitarbeiter von Hilfsorganisationen kein Verantwortungsbewusstsein zeigen, dann ist das äußerst schlimm – entsprechend werden jetzt ja auch viele Maßnahmen ergriffen, um das aufzudecken – bis dahin, dass angedroht wird, dass der Staat (GB) Gelder streicht. Interessant ist, dass man erfährt, dass Oxfam zur Hälfte von Steuergeldern lebt: http://www.tagesschau.de/ausland/oxfam-vorwuerfe-ausbeutung-101.html

Ich hoffe, dass Oxfam daraus lernt – die Arbeit ist, trotz mancher ärgerlicher Einseitigkeiten, sehr wichtig – und wie sieht es bei anderen NGOs aus?

Aber solche Mitarbeiter – es sind wahrscheinlich auch bei Oxfam sehr wenig – sind das große Problem aller Gruppen, die sich für andere einsetzen. Verantwortungslose Menschen, die das gute Tun vieler, in einem Augenblick in ein schlimmes Licht rücken können. Ich vermute, solche Kriminellen wird man immer haben. Von daher muss jede Organisation penibel darauf achten, dass sie erkannt und schnellst möglich aus dem Verkehr gezogen werden. Welche Position sie auch immer innehaben.

Nchtrag: http://www.achgut.com/artikel/die_guten_im_dunkel

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Transgender – ist ein Problem…: https://www.amazing-discoveries.org/news/ich-bin-kinderaerztin-wie-die-transgender-ideologie-mein-gebiet-infiltriert-und-grossflaechigen-kindesmissbrauch-verursacht.html

… das das amerikanische Erziehungsministerium nun nicht mehr berücksichtigen möchte: http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/usa-regierung-will-toiletten-beschwerden-von-transgendern-ignorieren-a-1193206.html

Welches Kind ist so transgender, dass es auf die Toilette des anderen Geschlechts darf, weil es sich zu diesem hingezogen fühlt?

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